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Neuss: Gut besuchte Konzerte der Sinfonia im Zeughaus

Zeughaus in Neuss : Gut besuchte Konzerte der „Sinfonia“

Trotz Mittelaltermarkt und einer vollen Innenstadt konnte sich „Sinfonia“, das Erwachsenenorchester der Musikschule der Stadt Neuss, am Wochenende über ausgezeichneten Besuch freuen. Gespielt wurden Werke von Edward Elgar und Ludwig van Beethoven.

Das Nachmittagskonzert im Zeughaus war mit den 200 zur Verfügung gestellten Plätzen, auch auf dem Balkon, ausverkauft, zum Abendkonzert um 18 Uhr kamen nochmals 150 Zuhörer.

Die 22 Streicher des Sinfonieorchesters – unter ihnen allein zwei Kontrabässe und fünf Violoncelli – begannen unter der Leitung von Burkart Zeller mit der „Serenade für Streichorchester e-Moll“ von Edward Elgar. 1892 hat er dieses unterhaltsame Abendständchen geschrieben, noch bevor ihm um die Jahrhundertwende 1900 der Durchbruch als neuer großer englischer Nationalkomponist gelang.

Von Beginn an versahen die guten Streicher die Serenade mit dem originellen Sound eines Amateurorchesters, der diese so liebenswert macht. Burkart Zeller verstand den 6/8-Takt des Auftaktes, eines „friedlichen“ Allegro, als Wiegenlied. Wunderbar wurde die Melodie des „Larghetto“ von den ersten Violinen gesungen, bevor im Finale die Streicher den ersten Satz nochmals anklingen lassen. Die Serenade gehört zu Elgars beliebtesten Werken, allein 49 Einspielungen gibt es: die erste 1933 von den Londonern Philharmonikers unter Leitung des Komponisten, die letzte aus diesem Jahr mit der Budapester „Anima Musicae“ unter der Leitung von Lázló Horváth.

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Sinfonia widmete sich dann schwerer Kost mit der „Sinfonie Nr. 7 A-Dur“ von Ludwig van Beethoven. Obwohl die Hörner in der langsamen Einleitung einen schwierigen Part hatten, waren die von Monika Pennig einstudierten Bläser sehr sauber. Ein kleiner Nachteil war, dass Burkart Zeller in dieser dem „Rhythmus an sich“ gewidmeten Sinfonie bei den vielen Tutti-Schlägen im Fortissimo zu sehr freien Raum ließ. Da war es geradezu Erholung, als die tiefen Streicher das Thema des „Allegretto“ im schönsten Piano musizierten. Aber nicht nur dafür gab es lange anhaltenden Beifall.