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Neuss: Gröhe unterstützt Eltern bei Luftfilter-Forderung für Schulen

Schulen in Neuss : Gröhe unterstützt Forderung nach Luftfiltern für Schulen

Der Stadtelternrat fordert wegen der Corona-Pandemie den flächendeckenden Einsatz von Lüftungsanlagen und Luftfiltern in Neusser Schulen und ist sauer auf die Stadt. Ihren Kampf geben die Eltern nicht auf.

Die Debatte um Luftfilter für die städtischen Schulen in Neuss nimmt weiter Fahrt auf. Jetzt hat der Bundestagsabgeordnete Hermann Gröhe (CDU) dem Stadtelternrat – das Gremium setzt sich aus Vertretern der Schulpflegschaften aller städtischen Neusser Schulen zusammen – seine Unterstützung zugesagt.

Der Elternrat fordert den flächendeckenden Einsatz von Lüftungsanlagen und Luftfiltern in den Schulen. Die Stadt sieht die Luftfilter und -anlagen kritisch, insbesondere das sogenannte Mainzer Modell. Dabei handelt es sich um vergleichsweise einfache Anlagen, die von Forschern des Max-Planck-Instituts für Chemie in Mainz vorgestellt wurden und mit Material aus der Baumarkt selbst erbaut werden können.

Jetzt erläuterten der Vorsitzende des Stadtelternrats, Dirk Jansen, und sein Stellvertreter Stefan Gollnick in einem Gespräch mit Gröhe ihre Forderung. Es ginge darum, gerade für jene Kinder, für die es noch keinen Impfstoff gibt, einen bestmöglichen Schutz zu erreichen. Gröhe sagte dem Stadtelternrat seine Unterstützung zu. Es sei „völlig unverständlich, dass die Stadt Neuss von Land NRW und Bund bereit gestellte Mittel nicht zum Anlass nimmt, dem Willen der Eltern zu entsprechen und eine entsprechende Förderung zu beantragen“.

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Der Kreis bewertet die Situation im Übrigen offenbar anders als die Stadt. UWG-Fraktionsvorsitzender Carsten Thiel betont, dass das Mainzer Modell im Schuljahr 2021/22 als Schulprojekt im Berufsbildungszentrum Hammfelddamm umgesetzt und getestet werden soll.

(abu)