Schützenfeste 2024 in Neuss Grefrath feiert Schützenkönig Marcus Longerich

Grefrath · Die St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft im Neusser Westen freute sich an den Pfingsttagen über viel Besuch von anderen Vereinen. Auch der Neusser Schützenkönig Christoph Heusgen reihte sich als einfacher Schütze ins Regiment ein – aus einem ganz bestimmten Grund.

Neuss: Schützenfest in Grefrath 2024 - das war die Parade
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So feierten die Schützen bei der Parade in Grefrath 2024

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Foto: Georg Salzburg (salz)

In Grefrath wird das Sommerbrauchtum groß geschrieben. Das kann man an zwei Zahlen festmachen: Der Ort hat rund 3500 Einwohner – und die St. Sebastianus Schützenbruderschaft von 1706 Grefrath hat etwa 500 aktive Mitglieder. Dass auch Männer vom Bürger-Schützen-Verein Neuss mitmarschierten, hat dabei viel mit Schützenkönig Marcus Longerich zu tun. Er engagiert sich auch bei den Neusser Schützen. Deshalb marschierten am Sonntag auch Martin Flecken, Präsident des Neusser Bürger-Schützen-Vereins, und der Neusser Schützenkönig Christoph Heusgen mit. Bernd Herten ist in Neuss Oberst. Er lebt in Grefrath und macht in Grefrath als einfacher Schütze mit. In Neuss ist der Grefrather König Mitglied der „Blaue Blömkes“. Die marschierten jetzt ebenfalls mit.

Für den Vizepräsidenten Eberhard Krüppel war es diesmal ein anderes, ein neues Schützenfest-Feeling: Der 56-Jährige war bis zum vergangenen Jahr Jägermajor. Statt zu reiten, musste er jetzt nach 24 Jahren zum ersten Mal wieder zu Fuß gehen.

Bereits am Samstag waren die jungen Prinzen ermittelt worden, und zwar die für nächstes Jahr: Björn Mannhöfer wurde Schülerprinz, Fabian Esser Bruderschaftsprinz. Sie werden die Nachfolger sein vom amtierenden Bruderschaftsprinz Janus Coenen und vom aktuellen Schülerprinz Leon Longerich – er ist der Sohn des Königspaares. Der König ist Mitglied des Komitees des Neusser Bürger-Schützen-Vereins und auch sonst äußerst umtriebig, die ganze Familie ist schützenfestbegeistert.

Die Band Klangstadt sorgte an den vergangenen Tagen für gute Stimmung im sehr gut besuchten Festzelt, am Dienstag, beim großen Königsball, wird „Voices“ auftreten.

Was positiv auffiel: Auf dem Schützenplatz, aber auch im sehr gut besuchten Festzelt, waren sehr viele junge Leute. Ebenfalls sehr erfreulich: Mit derzeit 156 Jungschützen ist die Bruderschaft sehr zukunftssicher aufgestellt.

Das Wetter trug zur guten Stimmung leider nicht bei: Nass wurden die Schützen zwar nicht, aber selbstverständlich war das bei dunklen Wolken nicht.

Kein Schützenfest ohne Ehrungen: Das Silberne Verdienstkreuz bekamen Alexander Bodem, Tobias Dederichs, Philip Junker und Tom Nilgen verliehen. Über den Hohen Bruderschaftsorden freuten sich Rolf Melissopoulos, Erik Merten und René Nilgen.

Am Dienstag (21.) findet um 18 Uhr die letzte Königsparade statt. Der Ehrenzug mit König, Gästen und Regiment setzt sich am 20.05 Uhr in Bewegung. Das Grefrather Schützenfest klingt dann um 21 Uhr mit dem Großen Königsball im Festzelt aus. Auf das neue Königspaar kommt unter anderem der Ehrentanz zu. Der Eintritt ist frei.

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