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Neuss: Gewerbesteuerausgleich hilft in der Corona-Zeit

Haushalt in Neuss : Gewerbesteuerausgleich hilft in der Corona-Zeit

Um Mindereinnahmen bei der Gewerbesteuer durch Corona auszugleichen, bekommt die Stadt Neuss Geld von Bund und Land. Es geht um mehr als 78 Millionen Euro.

Der Bescheid ist da – und das Geld folgt nun. Mit rund 78,7 Millionen Euro unterstützen Bund und Land die Stadt Neuss dabei, Gewerbesteuermindereinnahmen durch die Corona-Pandemie auszugleichen. Für Kämmerer Frank Gensler ist das eine gute Nachricht. „Wir sind mit dieser Summe sehr zufrieden. Sie hilft uns, die Corona-Ausfälle weitgehend zu kompensieren“, sagt er. Denn die Pandemie hat ein dickes Loch in den städtischen Etat gerissen. „Allein bei der Gewerbesteuer liegen wir im laufenden Jahr rund 55 Millionen Euro unter Plan“, sagt Gensler. „Dazu kommen noch entsprechende Rückgänge bei den anderen Steuerarten.“ Deren Umfang steht aber noch nicht fest. Zu den Mindereinnahmen kommen zudem zusätzliche Aufwendungen.

 Kämmerer Frank Gensler: Corona trifft den Haushalt.
Kämmerer Frank Gensler: Corona trifft den Haushalt. Foto: Christoph Kleinau

Zur Berechnung des Gewerbesteuerausfalls wurde das tatsächliche Steueraufkommen im Zeitraum Oktober 2019 bis September 2020 mit dem Durchschnittsaufkommen der drei Vorjahreszeiträume verglichen, wobei letzteres um den ursprünglich für 2020 geplanten Zuwachsfaktor ergänzt wurde. Anhand des so berechneten Fehlbetrages wurde der Anteil der Stadt Neuss an den landesweiten Mindereinnahmen berechnet.

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Von dieser Methode profitiert die Stadt Neuss besonders. Denn 2017 hatte sie eine einmalige Gewerbesteuernachzahlung in Höhe von rund 150 Millionen erhalten. Diese Summe floss, wie der Landtagsabgeordnete Jörg Geerlings (CDU) mitteilt, in die Berechnung ein und erhöhte das durchschnittliche Gewerbesteueraufkommen. Er betont, dass die finanzielle Unterstützung enorm wichtig ist. „Angesichts der großen Einnahmeausfälle durch die Corona-Krise hätten wir in Neuss wichtige Aufgaben, vor allem in den Bereichen Jugend, Soziales, Sport und Kultur, nicht mehr wahrnehmen können“, erklärt Geerlings.