Neuss: Gespenstergeschichte im Theater am Schlachthof nach Oscar Wilde

Kindertheater : Gespenstergeschichte im Theater am Schlachthof

Judith Binias hat das Weihnachtsstück für Kinder im TaS geschrieben und sich dafür von Oscar Wilde inspirieren lassen.

Ein bisschen Grusel à la Oscar Wilde muss sein. Zumindest hat seine Geschichte vom „Gespenst von Canterville“ die Autorin Judith Binias inspiriert, im Weihnachtsstück für Kinder im Theater am Schlachthof ein Gespenst ebenfalls eine Hauptrolle spielen zu lassen. „Ein Gespenst unterm Weihnachtsbaum“ ist ihr Stück betitelt, das in der Regie von Natascha Popov am Sonntag Premiere feiert.

Der Inhalt: Ohne die Mutter – sie muss auf eine Geschäftsreise nach Singapur – wollen Vater Ortis und Tochter Vio Wilde die Feiertage unbedingt in einem Ferienhaus im Neusser Hafen verbringen. Vios Freund Peter aber darf mit, und so ziehen sie zu Dritt ein. Schnell merken sie, dass es im Hafen ordentlich spukt: Ein Tisch bewegt sich wie von Zauberhand, und beim Schmücken des Weihnachtsbaums geht es auch nicht mit rechten Dingen zu. Dahinter steckt der Geist einer Flusspiratin, finden die Kinder schnell heraus. Doch das reicht natürlich nicht, um trotz des Spuks das Fest zu retten...

„Bernd Faber hat uns ein üppiges und anschauliches Bühnenbild gebaut“, sagt Popov, die sichtbar glücklich über die Arbeit mit den Schauspielern und dem „spannenden und kurzweilig geschriebenen Stück“ ist. Außerdem versichert sie: „Das Gespenst ist nicht wirklich gruselig, sondern eher liebenswürdig.“ Dennoch empfiehlt sie ihre Inszenierung für Kinder ab fünf Jahre: „Für Dreijährige ist sie vermutlich noch nichts.“ Rund 60 Minuten dauert die Aufführung, vier Songs hat Fabian Schulz dafür komponiert – und bei einem werden die kleinen Zuschauer angehalten, den Refrain mitzusingen.

Info Blücherstraße 31, Termine (alle sonntags) unter 02131 277499

(hbm)
Mehr von RP ONLINE