Neuss: Gesamtschule an der Erft nimmt an Fahrrad-Beleuchtungsaktion teil

Beleuchtungsaktion in Neuss : Damit jungen Radfahrern ein Licht aufgeht

Zur Winterzeit sind Radfahrer besonders gefährdet. Bei der Fahrrad-Beleuchtungsaktion lernen die Schüler der Gesamtschule an der Erft, sich besser für den Straßenverkehr auszurüsten.

In der dunklen Jahreszeit zu radeln, kann nicht nur ungemütlich werden, sondern auch gefährlich. Durch die frühe Dämmerung sowie die schlechte Sichtbarkeit aufgrund des Regens, Nebels oder Schnees ist das Risiko eines Verkehrsunfalls mit Radfahrern viel höher. Deshalb ist es wichtig, das Fahrrad auf den Winter einzustellen.

Doch welche Beleuchtung brauche ich an meinem Fahrrad? Und wie schütze ich mich als Radfahrer in der Dunkelheit? Bei der Fahrrad-Beleuchtungsaktion an der Gesamtschule an der Erft, die die Wirtschaftsförderung des Rhein-Kreises Neuss in Zusammenarbeit mit der Kreispolizeibehörde und dem ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad Club) organisiert hat, werden Kinder diesbezüglich aufgeklärt. Insgesamt vier Klassen der Jahrgangsstufe fünf wurden in der Zeit von 8 bis 12.45 Uhr durch vier Module der Ausstellung geführt. Ein Teil der Veranstaltung ist auch die Ausstellung „Aktion Licht – sehen und gesehen werden“ von der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW (AGFS).

In den Modulen lernen die Kinder neben der hohen Bedeutung der richtigen Beleuchtung auch, was es bei einem Fahrradcheck zu beachten gilt oder welche Kleidung von Vor- beziehungsweise Nachteil ist. Ebenfalls erhalten sie bei einem Reparaturkursus hilfreiche Tipps und Tricks zur Selbsthilfe. „Es ist wichtig, dass Kinder eigenständig ihren Schulweg gehen und lernen, worauf sie achten müssen“, sagt Elsbeth Faber, Schulleiterin der Gesamtschule an der Erft. Sie fährt selbst gerne und oft mit dem Rad zur Schule und kennt die Gefahrensituationen.

In diesem Jahr gab es nach Angaben der Kreispolizeibehörde (einschließlich August) 328 Verkehrsunfälle mit Radfahrern im Rhein-Kreis Neuss, 119 davon in der Stadt Neuss. Davon wurden insgesamt 45 Kinder verletzt, vier davon schwer. Allerdings war bei keinem Verkehrsunfall im Rhein-Kreis Neuss die Beleuchtung der Radfahrer die Ursache. „Dennoch müssen Kinder über die mögliche Gefahrenlage aufgeklärt werden. Sie nehmen den Verkehr ganz anders wahr als die Erwachsenen“, sagt Robert Abts, Leiter der Wirtschaftsförderung. Ebenfalls rät er, dass sich Eltern mit ihren Kindern austauschen, ob es zum Beispiel ein geeigneter Fahrradtag ist oder nicht. Besonders im Herbst und Winter sei es wichtig, dass auffällige und helle Kleidung getragen werde.

„Alles, was die Sichtbarkeit im Straßenverkehr erhöht, begrüßen wir“, sagt Polizeisprecherin Diane Drawe. Häufige Unfallursache sei unter anderem auch die Falschnutzung des Radweges. Immer wieder würden Radfahrer in die entgegengesetzte Fahrtrichtung fahren oder sich im Verkehr nicht richtig verhalten, erklärt Diane Drawe. Daher empfiehlt sie, insbesondere beim Fahrradfahren reflektierende Kleidung zu tragen und beim Kauf von zum Beispiel Fahrradhelmen auf die Beleuchtung zu achten. „Und kurz bevor es losgeht, immer einmal mehr das Fahrrad checken als zu wenig“, sagt Drawe.

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