Neuss: Further und ihre Gäste in bester Feierlaune

Schützenfest auf der Furth : Further und ihre Gäste in Feierlaune

Strahlender Sonnenschein, verlockende Duftmischungen aus Popcorn und Schwenkbraten, schmissige Musikklänge und nur gut gelaunte Menschen: Das Schützenfest auf der Neusser Furth war wieder ein Publikumsmagnet.

Ein Heimat- und Gemeinschaftserlebnis, das ist das Schützenfest auf der Furth. Zwar setzte pünktlich zur Kirmeseröffnung am Freitag Nachmittag heftiger Regen ein, so dass der Rundgang etwas verkürzt wurde. Jedoch konnte Thomas Loebelt, Pressesprecher der Schützen, das Ganze durchaus positiv einordnen: „Der Pollenflug wurde eingedämmt und die Straßen waren danach sauber“, meinte er. Dafür machte der Pfingstsonntag seinem Namen alle Ehre und überstrahlte das bunte Treiben auf dem Kirmesplatz und die Königsparade. Zur ihr war auch Bürgermeister Reiner Breuer nach einjähriger Pause wieder erschienen. Beim Festakt im Zelt überbrachte er Grüße im Namen der Stadt und freute sich schon auf die „Paradenbräune“, die ihm das gute Wetter bescheren würde. Er sicherte der kleineren Schwester des „großen“ Neusser Bürgerschützenfestes seine Unterstützung in puncto Stromversorgung des Kirmesplatzes und einer Lösung für das Baumproblem am Dusend-Platz zu, auf dem große Bäume das Hissen von Fahnen erschweren.

Zudem möchte er die Furth als den zweitgrößten Neusser Stadtteil mit über 20 000 Einwohnern weiter entwickeln. Das Dauerproblem der Gänse am Jröne Meerke, das die FDP durch Abschießen lösen will, verleitete ihn zu dem Scherz, den Königsvogel einfach durch Gänse zu ersetzen. Reiner Breuer überreichte einen Silberbecher der Stadt an Schützenkönig Heinz-Josef Bittner und einen Blumenstrauß an Königin Ursula. Zuvor hatte Präsident und erster Brudermeister Jochen Hennen Edelknabenkönig Jan II. Zegers gekrönt. Viele Schützen freuten sich auch über einen Orden durch ihren König vom Jägerzug „Treue Further“. Der Königsorden überzeugt durch eine besondere Gestaltung: Seine Umrisse bilden die Silhouette der Stadt Neuss ab. Drei Embleme – das des Jägercorps, der Bruderschaft Neuss-Furth und des Bundes der historischen Deutschen Schützenbruderschaften – zieren die Oberfläche. Die Sankt Josef Kirche als Blickfang symbolisiert das umfangreiche ehrenamtliche Engagements seiner Majestät in der Kirchengemeinde. Im Hintergrund „fließt“ der Rhein als Zeichen der Heimatbezogenheit.

Eine Menge verblüffter Gesichter gab es bei der Verleihung von Auszeichnungen des Bundes der historischen Deutschen Schützenbruderschaften. Über den Hohen Bruderschaftsorden freuten sich Jürgen Reinartz, Stephan Nilgen, Thomas Loebelt und Patrick Clören. Das Sebastianus Ehrenkreuz wurde an Axel Hebmüller, Klaus Becker, Winfried Reich und Torsten Klein verliehen. Vollkommen überrascht und sehr gerührt zeigte sich Pfarrer und Präses der Bruderschaft Hans Günther Korr, der das Sankt Sebastianus Ehrenschild in Form der Sonderstufe am Band entgegen nehmen konnte. Alle Anwesenden zollten ihm stehend Beifall. Korr weiß: „Wer auf der Furth nichts mit den Schützen zu tun haben will, ist hier eindeutig falsch.“

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