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Neuss: Fünf Millionen Euro für Marie-Curie-Gymnasiums

Schulen in Neuss : Fünf Millionen Euro fürs „Marie-Curie“

Das Marie-Curie-Gymnasium ist aktuell eine Großbaustelle, denn umfassend werden dort die naturwissenschaftlichen Räume saniert. Die Kosten belaufen sich auf rund fünf Millionen Euro. Im Herbst oder Winter 2020 soll alles fertig sein.

Manchmal muss man sich in Geduld üben, und dann wird am Ende alles gut. Obwohl – bis hoffentlich tatsächlich alles gut wird, wird es noch ein Jahr dauern. Denn mit der Fertigstellung der „naturwissenschaftlichen Abteilung“ des Marie-Curie-Gymnasiums rechnet die Stadtverwaltung im dritten oder vierten Quartal des nächsten Jahres – das jedoch nur bei „ungestörtem Bauablauf“.

„20 Jahre haben wir darauf gewartet, dass diese Räume endlich erneuert werden“, sagt Schulleiterin Emmy Tressel. Und dass es nun teilweise ein wenig ungemütlich und laut ist, damit müssen Schüler und Lehrer noch einige Monate leben. Bereits im Januar diesen Jahres wurden zunächst Container (110.000 Euro) auf dem Lehrerparkplatz aufgebaut, in die die Fachräume verlegt wurden. Im Anschluss, so ein Stadtsprecher, wurde mit der Schadstoffsanierung begonnen. Parallel dazu seien Rohbauarbeiten in bereits sanierten Gebäudeteilen gestartet. Aktuell würden die Fensteranlagen erneuert.

Im Zuge der groß angelegten Baumaßnahme werden die naturwissenschaftlichen Räume der Schule neu geordnet. Für den neuen Eingangsbereich und den zentralen Sammlungsraum Biologie/Chemie wird das Gebäude zum Innenhof um rund 60 Quadratmeter vergrößert. Zusätzlich werden zwei Mehrzweckräume entstehen, die flexibel entweder als Klassenräume für die Oberstufe oder als Ausweichräume für den naturwissenschaftlichen Unterricht genutzt werden können. Die natwurwissenschaftliche Einrichtung wird nahezu komplett erneuert, einschließlich des Chemielabors, das durch die am Marie-Curie-Gymnasium angebotene Doppelqualifikation (Möglichkeit für die Schüler, parallel zur Allgemeinen Hochschulreife die Berufsqualifikation als Chemisch-Technischer Assistent zu erwerben) eine Besonderheit darstellt. Die Unterrichtsräume für Biologie und Chemie erhalten Deckensysteme für die Medienversorgung der Tische. Erneuert wird neben den Fenstern auch der außenliegende Sonnenschutz sowie die Außen- und Innentüren.

Die Sanierung umfasst zudem die Ertüchtigung des Dachstuhls, die Erneuerung der Dacheindeckung inklusive Wärmedämmung und der Haustechnik inklusive Lüftung, zusätzliche Dämmung im Bodenaufbau sowie Innendämmung. Im Wirtschaftsplan des Gebäudemanagements sind für die Jahre 2019 und 2020 4,42 Millionen Euro für die eigentliche Sanierung, 460.000 Euro für die Fensteranlagen und 110.000 Euro für die Interimscontainer eingeplant. Die Gesamtkosten belaufen sich damit auf rund fünf Millionen Euro.

Was Schulleiterin Emmy Tressel besonders betont, ist, dass die neuen Räumlichkeiten und deren Ausstattung auch wichtig seien für die erste Kooperation des Gymnasiums mit einem Unternehmen. Kommenden Freitag wird der entsprechende Vertrag mit der Altana Gesellschaft Actega Rhenania mit Sitz in Wevelinghoven unterschrieben. „Die Kooperation ist besonders für die Schüler, die die Ausbildung zum Chemisch-Technischen Assistenten machen, nützlich, weil das Unternehmen zusätzliche Praktikumsplätze anbietet“, so Tressel. Und Actega Rhenania-Geschäftsführer Thomas Sawitowksi meint: „Mit seinem in Nordrhein-Westfalen einzigartigen Angebot der Doppelqualifikation Chemie, ist das Gymnasium Neuss für Actega Rhenania als führenden Spezialisten für Lacke und Klebstoffe der ideale Partner für diese Bildungskooperation.“