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Neuss: Forschungsvolontariat der Stiftung Insel Hombroich für Kaja Tschner

Stiftung Insel Hombroich in Neuss : Neue Volontärin erforscht Künstler Bart van de Leck

Eine neue Form der Museumsausbildung wird in Kooperation mit der Stiftung Insel Hombroich etabliert: das Forschungsvolontariat zum Werk eines Künstlers.

(NGZ) Mit einem zweijährigen Forschungsvolontariat zu dem niederländischen Maler und Gestalter Bart van der Leck (1876-1958) vertieft die Stiftung Insel Hombroich ihr wissenschaftliches Engagement. Die Berliner Kunsthistorikerin Kaja Teschner (28) wurde für diese Aufgabe gewonnen. Das Projekt wird im Rahmen des Förderprogramms Forschungsvolontariat Kunstmuseen NRW gefördert, das Teil der Stärkungsinitiative Kultur des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft NRW ist.

Typisch Hombroich: Blick auf die Malerei von Bart van de Leck mit Ausblick in die Natur. Foto: Stiftung Insel Hombroich

Die Stiftung Insel Hombroich besitzt mit 84 Werken des Künstlers einen besonders vielfältigen und reichen Bestand, der in den 1980er Jahren von dem Kunstsammler und Museumsgründer Karl-Heinrich Müller erworben wurde. Ziel des Projekts wird sein, die Gemälde und Zeichnungen umfassend wissenschaftlich zu erschließen.

Bart van der Leck gehörte neben Piet Mondrian und Theo van Doesburg zu den bedeutenden Vertretern der niederländischen „De Stijl“-Bewegung, die in den 1920er Jahren der geometrischen Abstraktion zum Durchbruch verhalfen. Mit den malerischen Arrangements von einfachen Farben in geometrischen Formen auf weißem Grund gelang es dem Maler, seine Werke sowohl abstrakt als auch figürlich wirken zu lassen.

Die 25 Forschungsvolontariate sind eine neue Form der Museumsausbildung, die Studienabgängern den beruflichen Einstieg ins Museum anhand eines Forschungsthemas erleichtern soll. Für die Stiftung Insel Hombroich begleitet Johannes Rößler, Leiter Sammlung und Archive, das Projekt in enger Kooperation mit dem Kunsthistoriker Professor Alexander Markschies von der RWTH Aachen. Ein Begleitprogramm, das alle Forschungsvolontäre in NRW vernetzen soll, findet an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf statt.

(NGZ)