Ausstellung von Dietmar Steinhaus Faszinierende Naturfotografien im Neusser Romaneum

Neuss · 40 beeindruckende Bilder des Neusser Fotografen Dietmar Steinhaus sind derzeit im Romaneum zu sehen: Sie zeigen die Natur im Zusammenspiel mit dem Menschen.

Dietmar Steinhaus verrät im launigen Talk mit Wolfram Kons, wie er seine Motive aussucht.

Dietmar Steinhaus verrät im launigen Talk mit Wolfram Kons, wie er seine Motive aussucht.

Foto: Andreas Woitschützke

„Frühling bei Schloss Reuschenberg“ oder „Am Uedesheimer Fähranleger“ sind nur zwei Titel der 40 Fotografien, die der Neusser Fotograf Dietmar Steinhaus jetzt erstmals im Romaneum in der Innenstadt zeigt. „Es ist mir eine besondere Freude endlich auch den Bürgern meiner Heimatstadt meine Werke zu zeigen“, betont der vor Glück strahlende Künstler, der schon mehrmals im Rathaus Amerang im Chiemgau, der zweiten Heimat von ihm und seiner Frau Birgitt – ebenfalls eine ambitionierte Fotografin – ausgestellt hat.

Die Ausstellung unter dem Titel „Augenblicke“ hängt in den drei Fluren des Atriums des Gebäudes, das auch die Neusser Musik- und Volkshochschule beherbergt sowie den Campus Neuss der Fern-Universität Hagen: Im Erdgeschoss ist das Spezialthema „Florales“ zu sehen, in der ersten Etage überwiegen Motive aus dem Rhein-Kreis Neuss, aber auch Werke aus „Bella Italia“ mit Steinhaus‘ Lieblingsbild „Morgenstimmung im Hafen von Cassone/Gardasee“ (Nummer 27). Die Wände des zweiten Obergeschosses sind dem Chiemgau gewidmet.  Dass die Bilder ausgerechnet in dieser Neusser Location zu sehen sind, sei kein Zufall, wie Bürgermeister Reiner Breuer in seiner Begrüßung betonte: „Das Romaneum ist ein Haus für die Neusser Bürger und wir nutzen es gerne, um Kunst und Kultur zu zeigen“.

In einem launigen Talk mit dem Neusser Journalisten Wolfram Kons, verriet der 70-Jährige, wonach er seine Motive aussucht: „Ich liebe die schönen Dinge des Lebens – Landschaft und Natur – und setze diese gerne in Relation zu Menschen.“  Ein gutes Beispiel ist das Bild „Kanutin Marie auf der Erft“. Das Model, Marie Gottowik, frischgebackene NRW-Cup-Siegerin im Kanuslalom, ist zugegen und erzählt, wie es dazu kam: „Ich trainierte alleine auf der Strecke an Gut Gnadental, als ein Herr auf der Brücke meine Aufmerksamkeit erregte, weil er mit der Hand Fotobewegungen machte.“ Die 22-Jährige hätte daraufhin zustimmend genickt, schließlich „werden wir da ja oft fotografiert und ich fand es höflich, dass er fragte.“

Das Ehepaar Steinhaus ist mit und aus Leidenschaft unterwegs. FÜr ein gutes Motiv verzichtet Dietmar Steinhaus auch schon mal auf Schlaf, schwitzt oder friert. Nach dem „besonderen Gespür für das richtige Motiv“ gefragt, bezieht er sich wieder auf die Natur. An einem frostigen Morgen, als am Rhein Hochwasser war und es schneite, habe es ihn rausgezogen. Die Natur bietet so viele Motive“, so der Uedesheimer.. Über Kons` Frage, welches Motiv noch fehlt, denkt er einen Moment nach: „Ich lasse mich vom Augenblick beeindrucken – da kann das fehlende Motiv täglich kommen.
Die Ausstellung ist bis zum 2 .Oktober montags bis freitags von  8 bis 19 Uhr geöffnet. Iris Wilcke