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Neuss: Etienne-Krankenhaus meldet 2020 einen Geburten-Rekord

Nordstadt in Neuss : Geburten-Rekord im Etienne-Krankenhaus

In diesem Jahr erblickten bereits 870 Kinder in der Klinik in der Nordstadt das Licht der Welt – knapp 100 mehr als im Jahr davor.

„Das ist für uns ein Rekord. Es ist 20 Jahre her, dass wir zuletzt an diese Zahl herankamen“, betont die leitende Ärztin Margret Albiez.

Im Krankenhaus auf der Furth ist damit von einem bundesweiten Trend nichts zu spüren. Das Statistische Bundesamt meldete erst kürzlich, der Geburtenrückgang des Jahres 2019 habe sich in den ersten drei Quartalen des Jahres 2020 fortgesetzt.

Die positiven Zahlen führt Margret Albiez auch auf den Umgang mit den Corona-Schutzmaßnahmen zurück, die sie so gut es geht mit den Bedürfnissen der werdenden Eltern zusammenbringt. Väter – oder jeweils eine andere Begleitperson – können bei der Geburt dabei sein und in einem Familienzimmer die erste Kennenlernzeit miterleben. „Für die Bindung zum Kind ist das eine ganz wichtige Phase“, erklärt die leitende Hebamme Eva Gassen.

Bevor die Schwangeren mit Begleitperson im Kreißsaal aufgenommen werden, bekommen sie einen Schnelltest auf das Coronavirus. Außerdem tragen sie einen Mund-Nasen-Schutz, wobei die Mütter in der entscheidenden Phase der Geburt ihre Maske abnehmen dürfen, um besser atmen zu können. Die Mitarbeiter der Geburtshilfe tragen durchgehend FFP2-Masken. „Bisher hatten wir noch keinen akuten Corona-Fall im Kreißsaal. Eine werdende Mutter ist in der Schwangerschaft an dem Virus erkrankt. Als sie zu uns kam, war die Infektion überstanden und sowohl die Mutter als auch ihr Kind waren nach der Entbindung gesund und wohlauf“, erklärt Albiez. Anmeldungen zur Geburt und die Planung der Entbindung werden auch weiterhin persönlich durchgeführt.

(NGZ)