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Neuss: Erster Dogrun im Südpark

Erster Neusser Dogrun : Ein Spendenlauf auf sechs Beinen

Im Südpark fand am Wochenende der erste Neusser Dogrun statt. Dabei stellten viele Vereine ihre Aktivitäten vor.

Das ist schon mal klar: Was der  Verein Schnauzentrip am Samstag auf dem Neusser Freizeitgelände Südpark veranstaltet hat – der erste Neusser „Dogrun“ – galt vor allem einem guten Zweck. Was zum Spendenlauf  eingezahlt wurde, ging zu einer Hälfte an die Rettungshundestaffel  der Neusser Feuerwehr und zur anderen an den Verein Vita Assistenzhunde. 1,3 Kilometer maß eine Runde, die der Spender neben  selbstgewählter Spendenhöhe noch zu absolvieren hatte bei diesem umgekehrten Leistungsprinzip. Denn wenn das sechsbeinige Gespann von Mensch und Tier noch eine Runde drauflegte, dann war erneut zu zahlen.

Claudia Ludwig, einstige Moderatorin von „Tiere suchen ein Zuhause“ (WDR),  hatte an diesem vielbekläfften Tag die Schirmherrschaft übernommen. Sie argumentierte noch weit über das Event hinaus, indem sie für das besondere Urlaubsmitbringsel Hund aus dem Süden Europas plädierte. Auch vor einem schwierigen Tier solle man nicht zurückschrecken. Dafür gebe es schließlich auch das Projekt „Start ins – neue – Leben“.

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Auf jeden Fall standen die Hunde und alles rund um Pfoten, Schnauzen und Fell am Südpark im Vordergrund, wie Antonia Müller von „Schnauzentrip“ betonte:  „Wir wollen mit unseren Assistenzhunden an hilfsbedürftige Mitmenschen mit Behinderungen denken.“ Schließlich sei auch die Ausbildung von Rettungshunden recht kostspielig, was den Spendenaufruf zusätzlich begründe. In diese Richtung wies auch der Loskauf für die Tombola.

Das Freigelände bot viel. Beispielsweise Hundesportarten wie Rally-Obedience und Zughunde-Sport. Hundetrainer gaben Tipps. „Wir sind das erste Mal an dieser Stelle und stellen fest, dass alles passt“, sagte Birgit Imhof, erste Vorsitzende des Schnauzentrip-Vorstands. In einem Workshop bot Carola Klose „Basteln für den Hund“ mit ihrer Spezialität „Zergel“, den Knotentüchern in unterschiedlichen Längen.

Am „Dogs Place“ stand die Betreuung für kleine Hunde auf dem Programm, an anderer Stelle wurde chemiefreie Tiernahrung hochgehalten. Canis lupus familiaris, der Hund, so war zu lernen, ist Teil der Familie, und man sollte ihn in alle Aktivitäten mit einbinden. Besucher-Besorgnisse bezüglich aggressiver Hunde wurden zerstreut.

Der Stand „Wenn Tierliebe auf Fotografie trifft“ bewies, wie attraktiv abgelichtete Vierbeiner sein können. Nachdenklich stimmte die Institution „Straßennasen“. „Dieser Verein“, so seine Sprecherin Verena Vieten, „unterstützt ein Tierheim in Rumänien.“ So richtig bewegungsfreundlich wurde es bei Ulrike Esser vom Sportverein Euskirchener Zughunde: „Unsere geländegängigen Scooter sind etwas für sportliche Menschen, die Spaß am Hund haben wollen.“ Wer seine Tiere bewegen wolle, für den seien diese Geräte genau richtig. Besucher Dietmar Winter wollte mit seiner Hündin Kiara „einfach nur Spaß an der Freude haben“. Er laufe sowieso zweimal die Woche.

Die Besucher staunten nicht schlecht über das Programm und nutzten an vielen Stellen die Chance, bei den Experten nachzufragen. Die ließen sich die Gelegenheit nicht entgehen, ihren Schützlingen mit Fell eine Stimme zu geben.