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Neuss: Elisabeth und Hans-Heinz Dietze feiern Eiserne Hochzeit

Eiserne Hochzeit an der Clarenbachstraße : Als sich Elisabeth beim Chrysanthemen-Ball ein Herz fasste

65 Jahre sind Elisabeth und Hans-Heinz Dietze verheiratet und feiern damit Eiserne Hochzeit. Sie haben fünf Kinder, elf Enkel und mittlerweile 17 Urenkel.

Lauschig war jener Abend im Oktober 1953, erinnert sich Elisabeth  Dietze (87), geborene Knops, noch heute, als sie sich auf dem „Ball der 1000 Chrysanthemen“, der von der Bürgergesellschaft veranstaltet wurde, ein Herz fasste. Als es „Damenwahl“ hieß, forderte sie Hans-Heinz Dietze auf. Es war der Beginn einer lebenslangen Zweisamkeit. Am 20 April 1956 heirateten beide standesamtlich in Neuss, ein paar Tage später wurde die kirchliche Trauung in der St.-Joseph-Kirche vollzogen. Doch der Festtag der Eisernen Hochzeit muss ohne große Tischrunde gefeiert werden. Die elf Enkel und 17 Urenkel dürfen angesichts der Corona-Auflagen nur auf ein nachgeholtes Fest hoffen, für Nachbarn gibt es ein Stück Kuchen an der Haustür, und nur die fünf leiblichen Kinder und  Schwiegerkinder schauen  – über den Tag verteilt –  an der Clarenbachstraße vorbei.

„Es war zunächst eine harte Zeit“, erinnert sich der fast 87-jährige Ehejubilar an die ersten gemeinsamen Jahre. Krieg und Währungsreform waren noch in wacher Erinnerung, doch die Liebe und die Zuversicht waren groß. So wuchs die Familie, die im November 1961 in das Haus an der Clarenbachstraße zog.

Hans-Heinz Dietze hatte Tongießer bei Ideal Standard gelernt und sich zum Industriekaufmann weitergebildet. Seine Else, wie er seine Ehefrau nennt, lernte Näherin. Sie blieb auch als die Kinderzahl größer wurde berufstätig und besserte die Haushaltskasse über ein Vierteljahrhundert lang als Raumpflegerin in städtischen Diensten auf.

In jungen Jahren war Else Tanzmariechen (Gardetanz) der Karnevalsgesellschaft Fidelitas, während es ihn zu den Schützen zog. Er war Neusser Grenadier und 30 Jahre Oberleutnant des Further Jägerzuges „Trizonesien“. Gesundheitlich gut drauf, widmet das Paar viel Zeit dem gepflegten Garten und vor allem der Familie.

(-nau)