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Neuss: Eine vakante Stelle in der Stadtbibliothek soll gestrichen werden

Stadtbibliothek Neuss : Stadtbibliothek soll donnerstags schließen

Eine vakante Stelle in der Stadtbibliothek soll nicht wieder besetzt werden. Darüber entscheiden wird der Rat in seiner Sitzung am 12. März.

Nach einem Ratsbeschluss – in der vorherigen Periode von der CDU auch gefordert – , muss die Verwaltung 15 Stellen einsparen. Anteilig soll jedes Dezernat daran beteiligt werden, in der Kultur, so hat es die Verwaltung unter der Kulturdezernentin Christiane Zangs entschieden, bedeutet das, eine vakante Stelle in der Stadtbibliothek nicht wieder zu besetzen und grundsätzlich aus dem Stellenplan zu streichen. Die endgültige Entscheidung trifft der Finanzausschuss in seiner Sitzung am 2. März beziehungsweise der Rat am 12. März.

Zangs reagierte in der Zoom-Konferenz des Kulturausschusses recht emotional auf den Vorwurf, eine Stelle dort zu streichen, wo es vielen Bürgern weh tun wird. Das schien selbst den CDU-Politikern zu viel. Sie schlugen nämlich vor, der Alternative der Stadtbibliothek, am Donnerstag künftig das Haus zu schließen, zu begegnen, indem geprüft werden soll, ob es nicht besser sei, jeden Morgen eine halbe Stunde später zu öffnen, um donnerstags wieder offen bleiben zu können.

Hedwig Claes (Grüne) hatte zuvor in einem Schreiben schon an die Politik appelliert, nicht dort zu streichen, wo bislang so viel passiert ist: „Entwicklung der Stadtbibliothek zum sogenannten 3. Ort, Attraktivierung durch Wochenendöffnung, verbesserte Teilhabe für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene durch Abschaffung der Ausleih-Gebühren“. Die Grünen brachten daher einen „servicefreien Donnerstag ab 13 Uhr“ ins Gespräch.

Das Team der Stadtbibliothek, das zurzeit aus 20,5 Vollzeitstellen besteht, hatte nicht nur die Zahl der Nutzer für den servicefreien Sonntag vorgelegt (um die 100), sondern auch eine detaillierte Aufstellung der Öffnungs- und Schließungszeiten mit und ohne Wachpersonal. Rund 30.000 Euro kostet der Einsatz von Letztgenannten an bisherigen servicefreien Tagen (samstags von 14 bis 18 Uhr und sonntags von 13 bis 17 Uhr) – das habe die Testphase ergeben, heißt es von der Verwaltung. Wobei die Kosten noch nicht im Etat 2021 der Stadt eingestellt seien und Bibliothekschefin Claudia Büchel von „deutlich günstigeren Kosten, als wir kalkulierten“, sprach.

Per Antrag muss nun der Rat sich mit dem Thema befassen und wegen der Dringlichkeit eine Entscheidung fällen.

(hbm)