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Neuss: Drogen und Gewalt - Konzept gegen Dealer im Marienviertel?

Drogen und Gewalt : Runder Tisch gegen Dealer im Neusser Marienviertel

Im Neusser Marienviertel soll sich etwas ändern. Ein Runter Tisch mit Bürgermeister und Landrat soll Maßnahmen gegen Drogenhandel und Gewalt entwickeln. Bürgermeister Breuer fordert mehr Sicherheitspersonal.

Mitglieder der Anwohnerinitiative Marienviertel ziehen ein weitgehend positives Fazit nach dem SPD-Bürgerdialog im Neusser Kunstraum. Am Dienstagabend hatten sie Bürgermeister Reiner Breuer von "unhaltbaren Zuständen" rund um die Marienkirche berichtet und 150 gesammelte Anwohner-Unterschriften übergeben. "Die Situation dort ist sehr ernst", sagte der Verwaltungschef, der selbst mit seiner Familie im betroffenen Bereich wohnt. In einem Schreiben hatten sich Bürger zuvor an den Verwaltungschef gewandt und ihren Unmut über unter anderem täglichen Drogenhandel und -konsum im Marienviertel geäußert. Von regelrechten "Drogendepots" ist in dem Brief sogar die Rede.

Runder Tisch soll Konzept erarbeiten

Bürgermeister Reiner Breuer kündigte einen runden Tisch mit Landrat Hans-Jürgen Petrauschke an, um ein Konzept zu erarbeiten, das dem Problem entgegenwirken soll. Der 48-Jährige ließ am Dienstagabend bereits durchschimmern, dass er mit der Quantität der Sicherheitskräfte alles andere als zufrieden ist: "Wir brauchen einfach mehr Personal."

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Polizeisprecherin Diane Drawe gab am Mittwoch über eventuelle zusätzliche Maßnahmen im Bereich des Marienviertels "aus ermittlungstaktischen Gründen" auf Nachfrage keine Auskünfte.

Mitinitiator Marcel Offermann ist gespannt auf die von Breuer angekündigte Lösung. "Mit unserer Initiative sind wir offene Türen eingerannt", sagt der "Puppendoktor". Nach der Berichterstattung der NGZ hätten sich zahlreiche weitere Anwohner bei ihm gemeldet. "Sie sind froh, dass endlich etwas unternommen wird", sagt Offermann.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Drogenhandel im Neusser Marienviertel