Im Neusser Rennbahnpark Discgolf-Meisterschaft wird zum Generationen-Treffen

Neuss · Im Rennbahnpark gab es jetzt die 34. Turnier-Auflage.

 Beim Treffen der Körbe ist viel Geschick gefragt.

Beim Treffen der Körbe ist viel Geschick gefragt.

Foto: Andreas Woitschützke

Im Rennbahnpark flogen am Wochenende viele bunte Frisbeescheiben durch die Luft, landeten in speziellen, aus Ketten bestehenden Körben oder daneben: Die Austragung der 34. Deutschen Discgolf-Meisterschaften in Neuss entpuppte sich als großes Sportfest der Generationen – und irgendwie schienen sich alle 128 Teilnehmer zu kennen: „Wir sind wie eine große Familie“, erklärte Teilnehmer Kevin Konsorr und warf eine Frisbeescheibe mit fast 100 Stundenkilometern gegen das Übungsnetz.

Je schneller man wirft, desto weiter fliegt die Scheibe, wusste Konsorr und erläuterte gleich die Regeln dieser dem Basketball und Golf ähnelnden Sportart: Es gilt, von bestimmten Abwurfpunkten aus die kleinen Frisbeescheiben (handlicher als die bekannten) mit möglichst wenigen Würfen in den Körben zu platzieren. Bleiben die Scheiben in den Ketten der Körbe hängen, gilt das auch als getroffen. Doch ob in oder neben dem Korb – von dort aus geht es weiter auf dem Parcours. „Das ist wie beim Golf“, sagte Konsorr, der bis jetzt sein „halbes Leben“ – er ist 24 Jahre alt – mit Discgolf verbracht hat. Bis zu 20 Scheiben verbargen sich in den Sporttaschen, mit denen die Teilnehmer den 18-Bahnen-Parcours durchliefen.

Zur Stärkung standen diverse Getränke und Speisen bereit. „Wir haben hier über 80-jährige, die noch mitspielen“, sagte Turnierdirektor Dirk Balduhn zufrieden. Doch auch die anderen Generationen frönten dem Spielfieber: Johannes war mit seinen Söhnen Samuel (13) und Elias (11) aus Stuttgart angereist. Gemeinsam mit anderen Teilnehmern bewohnten sie eine Ferienwohnung in Uedesheim. „Wir spielen seit zweieinhalb Jahren“, erzählte die Familie. Discgolf mache großen Spaß und man könne es selbst entwickeln. „Außerdem ist man danach nicht so kaputt wie beim Fußball“, gab Samuel zu bedenken. Sein Vater schwärmte von dem Augenblick, in dem ein gelungener Wurf durch die Luft segelt: „Ihm nachzusehen, ist genial“, meinte er. Die jüngste Besucherin war sicher die kleine Nele (14 Monate) aus Leverkusen. Gemeinsam mit ihren Eltern diente sie der moralischen Unterstützung von Jens Erdmann. Und wurde nicht müde, schon mal probehalber Scheiben in einen niedrigen Korb zu bugsieren.

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