Neuss: Direktversicherte planen Aktionstag in der Innenstadt

Protesttag in Neuss : Direktversicherte planen Aktionstag in der Innenstadt

Der Verein der Direktversicherungsgeschädigten (DVG) organisiert einen regionalen Aktionstag mit Demonstration in Neuss. Am Samstag, 26. Oktober, werden die „Pinkwesten“ von 10 bis 13 Uhr an der Ecke Niederstraße/Sebastianusstraße mit Infoständen und Aktionen auf ihre Anliegen aufmerksam machen.

Laut Udo Hermanns, Mitglied des Aktivteams der DGV-Regionalgruppe Niederrhein, werden sich etwa 30 Personen beteiligen. Mit dem Protest, der in bundesweite Aktionstage einbezogen ist, wehren sich die DVG-Mitglieder gegen „ungerechte Sozialabgaben auf Direktversicherungen und Betriebsrenten“. Der „Verein Direktversicherungsgeschädigte“ ist ein Verein der GMG-geschädigten Direktversicherten (GMG steht für Gesundheitsmodernisierungsgesetz) mit nach eigenen Angaben circa 6,3 Millionen Betroffenen und rund acht Millionen Verträgen. Er kämpft gegen die „Doppelverbeitragung“ bei Krankenkassen- und Pflegebeiträgen.

Der Verein argumentiert, dass Rentenbezieher fast ein Fünftel der Auszahlungen an die Krankenkassen abführen müssen, wenn sie aus dem Berufsleben ausscheiden. Besonders hart treffe es Altersvorsorger mit Verträgen, die vor 2004 abgeschlossen wurden. „Die Krankenkassen fordern von ihnen den vollen Beitragssatz, sprich Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil plus Zusatz- und Pflegebeitrag – egal, ob es dabei um eine Kapitalzahlung oder eine monatliche Rente geht“, teilt der DVG mit. Das gelte auch für Direktversicherte, die in der Einzelphase bereits Sozialbeiträge abgeführt haben.

(NGZ)