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Neuss: Digitale Formate „retten“ Konfirmanden-Unterricht

Evangelische Kirchengemeinden in Neuss : Digitale Formate „retten“ Konfirmanden-Unterricht

Chrissi Hermann, Jugendleiterin aus Neuss-Süd, öffnet jeden Montagabend virtuell die „Konfi-Türe“ für die Konfirmanden aus ihrer und der Nachbargemeinde „Am Norfbach“ und bietet so Gelegenheit zu spielen, zu quatschen und Spaß zu haben.

Die Konfirmanden der evangelischen Kirchengemeinden  haben viel Glück in dieser Zeit: Da sie sich gerade nicht treffen können, denken sich  Jugendleiter und Pfarrer im Moment digitale Formate aus: So öffnet Chrissi Hermann, Jugendleiterin aus Neuss-Süd, derzeit jeden Montagabend virtuell die „Konfi-Türe“ für die Konfirmanden aus ihrer und der Nachbargemeinde „Am Norfbach“ und bietet so Gelegenheit zu spielen, zu quatschen und Spaß zu haben.

Friedrich Quast, Konfirmand aus Rosellen, ist begeistert: „Vorige Woche haben wir eine digitale Weltreise gemacht und sollten herausfinden, welche Werbeanzeigen gerade auf dem Times Square in New York hängen.“ Chrissi Hermann ist seit sie 14 war in der Jugendarbeit tätig und hat ihr Hobby zum Beruf gemacht. Sie „möchte die Jugendlichen weiter begleiten und unterstützen“ – auch und gerade in diesen turbulenten Zeiten.

In der neuen Gemeinde „Am Norfbach“ richtet Pfarrerin Anna Berkholz derzeit auch den Konfirmanden-Unterricht digital aus. Am Donnerstag gab es dazu einen  Abendmahlsgottesdienst – zu Hause und doch zusammen.

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Vor einigen Wochen schon konnten die Jugendlichen, die sich auf ihre Konfirmation vorbereiten, an der Trinitatiskirche in Rosellerheide  die Zutaten für zwei Brote abholen. Hefe zum Einfrieren, zweierlei Mehl mit weiteren Zutaten bereits gemischt, dazu das Rezept und ein Ablaufplan mit Liedern und Gebeten. Vor zwei Wochen wurde im Konfi-Unterricht dann „gemeinsam“ Probe-gebacken – jeder in seiner Küche und doch verbunden via Zoom. 

Am Donnerstagabend war es dann soweit. Anna Berkholz hat mit Claudia Tröbs, der Jugendleiterin der Gemeinde Am Norfbach, in der Trinitatiskirche den Tisch gedeckt. Das Abendmahlsgeschirr, ein kleiner Altar, die Konfirmanden  mit ihren Eltern oder Geschwistern bei sich zu Hause vor den Bildschirmen, Kerzen an und los ging’s. „Die Online-Formate werden niemals das persönliche Zusammenkommen ersetzen, aber es ist schon toll, was digital gemeinsam umsetzbar ist,“ freut sich die 34-Jährige, die ebenfalls auch in Neuss-Süd im Einsatz ist. Die Heranwachsenden haben die Möglichkeit, aus ihrem privaten Raum heraus Dinge zu teilen und würden ganz eigene Formen und Bilder entwickeln. Der Technikmüdigkeit, die die Teilnehmer durch das Home-Schooling zum Teil aufzeigen, wirkt Berkholz mit einem musikalischen Warm-Up entgegen. Musik ab, vor dem Bildschirm ein paar gemeinsame Tanzschritte – und dann kann es los gehen.