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Neuss: Dietmar Steinhaus zeigt seine Lieblingsorte in Uedesheim

Fünf Lieblingsorte in Neuss : Uedesheim durch das Objektiv betrachtet

Dietmar Steinhaus dokumentiert die schönen Seiten seines Heimatortes gerne mit der Kamera. Seine Aufnahmen schmücken nicht zuletzt den Uedesheim-Kalender und den Kalender des Rhein-Kreises.

Der „Verschönerungsverein Neuss-Uedesheim“ hat im 30. Jahr seines Bestehens eine Namensänderung beschlossen und beantragt derzeit die Eintragung als „Schönes Uedesheim – der Heimatverein“. Denn schön ist es ja auch im Neusser Süden, wie Dietmar Steinhaus (68) bestätigen muss. Seit 1961 lebt er in Uedesheim und dokumentiert diese Schönheit immer wieder mit der Kamera. „Uedesheim ist Römer und Rhein“, sagt er – und da findet er seine schönsten Motive.

Fotografie, sagt Steinhaus, habe in seinem Leben seit seinen Studentenjahren immer eine Rolle gespielt und einen hohen Stellenwert gehabt. Sie blieb aber Liebhaberei. Sein Geld hat der Diplomkaufmann bei der Stadt Düsseldorf und ihren Tochterunternehmen verdient, zuletzt als Geschäftsführer der Gesellschaft für Abfallwirtschaft und Stadtreinigung (AWISTA).

Geboren wurde Steinhaus in Zwickau, floh aber noch vor dem Mauerbau mit seiner Familie in den Westen und landete 1961 in Uedesheim. Seit 1985 wohnt er an der Franziskusstraße, nur einen Steinwurf vom Fähranleger entfernt, wohin ihn oft seine morgendlichen Spaziergänge führen. Fähren, sagt er, pendeln dort nur noch selten über den Rhein. Aber wenn früher an der B9 das Schild stand „Fähre fährt“, sei immer Hochbetrieb am Rheinufer gewesen, sagt er.

Neben Römern und Rhein prägen Landwirtschaft und immer stärker der Pferdesport den Ort. Das Reitturnier auf Gut-Neuwahlscheid, das gewöhnlich im August ausgetragen wird, ist deshalb ein Muss für viele im Ort. Auch für Steinhaus: „Das ist dann wie ein kleines Schützenfest.“ Beides dokumentiert er mit der Kamera und verschenkt die Aufnahmen gerne weiter. So landeten einige Aufnahmen aus seinem Fundus auch im aktuellen Uedesheim-Kalender des Heimatvereins. Mit anderen Bildern, etwa dem Schnappschuss von einer Gruppe Reiterinnen in einem Rapsfeld am Rheinbogen, hat sich Steinhaus auch erfolgreich am jährlichen Fotowettbewerb des Rhein-Kreises beworben, bei dem er 2018 und 2019 zu den zwölf Preisträgern gehörte. Sein Siegerfoto aus dem Vorjahr ist gerade Titelbild der Facebook-Seite des Kreises. Das allerdings entstand ausnahmsweise in Liedberg.