Etatberatung Diese Steuern und Gebühren steigen 2023 in Neuss

Neuss · Der Finanzausschuss hat Entscheidungen getroffen, die sich auf die Gebühren auswirken. Ein Überblick, wo die Neusser künftig mit höheren Kosten rechnen müssen und was ab 2023 gelten soll.

 Die Gebühr für die Müllabfuhr in Neuss wird um fast zehn Prozent steigen.

Die Gebühr für die Müllabfuhr in Neuss wird um fast zehn Prozent steigen.

Foto: Mario Büscher

1. Restabfallgebühr Die Müllabfuhr wird ab Januar wohl teurer. Der Finanzausschuss diskutierte eine Erhöhung der Gebühr für die Restmülltonne um linear 9,85 Prozent, vertagte die Entscheidung aber in den Rat. Hauptkostentreiber sind nach Darstellung der Verwaltung die Deponiekosten, die der Rhein-Kreis unlängst auf um gut zwei Prozent angehoben hat, sowie die gestiegenen Personal- und Betriebskosten bei der städtischen Abfall- und Wertstofflogistik (AWL). Folgt der Rat der Berechnung, steigt die Gebühr für die weit verbreitete 120-Liter-Restmülltonne bei wöchentlicher Leerung auf 345,19 Euro.

2. Biotonne Zeitgleich mit der Anhebung der Gebühr für die Restmülltonne soll die Gebühr für die Biotonne von 53 auf 36 Euro im Jahr gesenkt werden. Hintergrund dieser Überlegung ist die Tatsache, dass über die (freiwillige) Biotonne nicht einmal halb so viel biologische Abfälle pro Kopf erfasst werden wie im Durchschnitt des Rhein-Kreises. In Neuss liegt die Quote bei 44 Kilo pro Kopf und Jahr, kreisweit sind es im Durchschnitt 91 Kilogramm. Die Senkung der Abfallgebühr soll einen stärkeren Anreiz schaffen, sich für eine Biotonne zu entscheiden.

3. Hundesteuer In der Arbeitsgruppe Haushaltskonsolidierung wurde erkannt, dass bei der Hundesteuer noch etwas Luft nach oben ist. Auf Antrag der Kooperation von SPD, Grünen und UWG/Aktiv wird der Betrag von 150 auf 175 Euro pro Hund und Jahr erhöht, das gilt jedoch nur für Halter von drei und mehr Tieren.

4. Musikschule Nach zwei Jahren steigen die Gebühren für die Musikschule wieder. Aber anders als von der Verwaltung angeregt, bleibt der Unterricht von Kindern und Jugendlichen davon ausgenommen. Die Erhöhung trifft nur Erwachsene.

5. Kita-Beiträge Die Betreuung von Kindern, die mehr als drei Jahre alt sind, bleibt für die Eltern kostenfrei. Ein Antrag der „Fraktion jetzt“ zur Wiedereinführung der Gebühr ab August 2023 fand keine Mehrheit.

(-nau)
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