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Neuss - Diebe stehlen 768 Überraschungseier

Neuss: Ü-Eier waren für die Tüten der Kinder gedacht : Diebe stehlen 768 Überaschungseier - Spende rettet Martinstüten

Großer Schreck am Montagmorgen – schon zum zweiten Mal in diesem Jahr waren Unbekannte in die Einrichtung „Offene Tür (OT) Barbaraviertel“ eingebrochen. Waren es im Februar noch diverse Konsolen, die die Diebe gestohlen hatten, waren es in der Nacht von Sonntag auf Montag vor allem Süßigkeiten, genauer 768 Überraschungseier.

Die hatte das Martinskomitee bereits vor einigen Tagen dort deponiert. „Nach den Haussammlungen, die wir bis Ende Oktober gemacht haben, haben wir die Ü-Eier schon gekauft“, sagt OT-Einrichtungsleiter Niels Elsäßer – für 750 Martinstüten, die noch gepackt werden müssen. „Wir haben extra einige mehr gekauft, für den Fall, dass beim Packen ein Ei zerbricht“, so Elsäßer. Kaputt sind jetzt tatsächlich einige, die Einbrecher haben einige zertrümmert, die meisten allerdings mitgenommen.

Und das ausgerechnet, wo am kommenden Donnerstag, 8. November, der Martinszug im Barbaraviertel so groß sein wird wie nie, ein richtiger Veedelszug eben. Teilnehmer sind die Grundschule, drei Kindergärten und alle Familien, die Spaß daran haben. Und alle wollen eine Tüte.

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„Wir erhalten noch eine Lieferung Süßigkeiten, aber die Ü-Eier können wir nicht ersetzen“, sagt Elsäßer. Das wäre zu teuer. Doch Hilfe naht. Was genau kommt, weiß der Einrichtungsleiter jedoch nicht, doch süß wird’s schon sein. Und dafür hat der Präsident des Martinskomitees Neuss-Altstadt, Philip Benning, gesorgt. Denn der hat eine Verbindung zum Online-Supermarkt Picnic hergestellt, der sich gern wohltätig zeigen und Süßwaren für Martinstüten spendieren möchte. Schwupp, war die Verbindung hergestellt und nun warten die „Tütenpacker“ im Barbaraviertel gespannt auf das, was da kommen wird. Vielleicht auch Ü-Eier. Auf jeden Fall kommt alles in Papier- und nicht in Plastiktüten, und, wie Elsäßer betont, es gebe keine Produkte von Nestlé. Los geht der Zug am Donnerstag um 17 Uhr, gesichert übrigens von beleuchteten Picnic-Fahrzeugen. Der Zug endet an der Heerdter Straße, wo auf dem Schulhof ein Martinsfeuer angezündet, ein Martinsspiel aufgeführt und schließlich die Tüten verteilt werden.