Neuss: "Die kurze Geschichte der Menschheit" im RLT

Rheinisches Landestheater Neuss: Revue im RLT rund um das Theater Weltuntergang

Aus dem unbestimmten „Eine“ wird „Die“: Das ist eine der Änderungen, die die von Yuval Noah Hararis Buch „Eine kurze Geschichte der Menschheit“ inspirierte Bühnenfassung, die im RLT am Samstag Premiere hat, ausmacht.

Sebastian Zarzutzki, von Hause aus Musiker, aber in diesem Fall auch Autor und Regisseur, hat das Stück entwickelt und verspricht im Untertitel eine „Weltuntergangsrevue“. Allerdings auch mit vielen Passagen, die zum Lachen verleiten, und mit viel Musik: „Eine Collage von Bildern, Musik, Texten und Zitaten.“

Anders als bei seinem Abend über Rio Reiser verzichtet er dabei auf Spielzenen. Für die Texte und Zitate habe er sich bei Stephen Hawkings, bei Nietzsche und auch der Bibel bedient, immer ginge es dabei um die Frage, wie die Menschheit „so erfolgreich“ werden konnte – wobei vier Moderatoren (Kathrin Berg, Johanna Freyja Iacono-Sembritzki, Richard Lingscheidt und Rainer Scharenberg) ständig vermeintlich positive Ereignisse der Menschheitsgeschichte hinterfragten: „Das fängt mit dem Feuer und der Brandrodung an und geht bis heute“, sagt er.

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Und das Ergebnis? Gibt es überhaupt eins? „Wir stehen kurz vor dem Weltuntergang“, sagt seine Dramaturgin Marie Johannsen – und lacht. Bestenfalls, so wünschen es sich Zarzutzki und sein Team, gehe der Besucher mit einem neuen Blick auf die Welt aus dem Theater. Songs wie „Final Countdown“ oder „Major Tom“ gehören ebenfalls zum Konzept („es wird eine richtige Show mit Treppe und Glitzer“, sagen beide) und werden live von den Musikern Jürgen Dahmen und Stefan Gesell gespielt.

Info Oberstraße 95, Samstag, 10. November, 20 Uhr, Karten unter 02131 269933

(hbm)
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