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Neuss Das Programmkino Hitch startet mit einer Komödie

Frisch renoviert und voller Ideen : Das Neusser Programmkino Hitch öffnet wieder

Lange war das Hitch-Kino coronabedingt geschlossen, doch am Donnerstag startet der Inhaber den Betrieb wieder. Los geht es mit einer Komödie. Wie der Betreiber den Lockdown genutzt hat und welche Filme auf dem Plan stehen.

Das Hitch erstrahlt in neuen Farben: „Die vergangenen Wochen wurden genutzt, um zu renovieren“, erzählt Betreiber Detlef Ritz. Es wurde nicht nur gestrichen, auch die Kinosessel haben eine neue Polsterung bekommen.

Noch sind die Sitzreihen vor der großen Leinwand zwar leer, doch soll sich der Saal am Donnerstag wieder mit Leben füllen. Dann fährt Ritz den Betrieb seines Programmkinos langsam wieder hoch – statt wie gewöhnlich zwei bis drei Filme nimmt er zunächst nur einen Film ins Programm. Den Auftakt soll die Komödie „Rosas Hochzeit“ – von Iciar Bollain machen. Kurz vor ihrem 45. Geburtstag trifft Rosa eine Entschluss: Bisher hat sie immer nur für andere gelebt, für ihren Job, ihren Vater, die Kinder ihres Onkels. Damit soll nun Schluss sein, Rosa möchte ein Zeichen setzen und lädt zu ihrer Hochzeit. Doch die wird ganz anders, als erwartet. „Für den Neustart wollte ich gerne etwas Leichtes nehmen“, erzählt Ritz. Und die spanische Geschichte passe gut in den Sommer.

Ritz freut sich am meisten auf die Kunden, die dann wieder die Reihen im Vorstellungssaal füllen werden: Aus dem vergangenen Jahr weiß er, wie glücklich das Publikum nach dem damaligen Lockdown war, wieder ins Kino zu dürfen und sich im Saal wieder völlig auf einen Film einzulassen. „Ich habe keine Sorge, dass die Menschen inzwischen nur noch Filme über Streaming-Dienste sehen möchten“, sagt er und lacht.

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Wirtschaftlich habe das Hitch viel Unterstützung bekommen, da wäre etwa die Überbrückungshilfe des Landes, Förderungen der Film- und Medienstiftung NRW und die der Bundesagentur für Kultur und Medien sowie die Unterstützung der Stadt Neuss. „Wir sind dadurch gut über die Runden gekommen“, sagt er. Nun bleibe es abzuwarten, wie sich die Lage entwickelt, wenn das Kino mit eingeschränkter Besucherzahl wieder im Betrieb ist.

Doch Ritz ist optimistisch und hat schon Pläne, welche Filme er in der nächsten Zeit zeigen möchte. Die Auswahl ist vielseitig: Da wäre etwa ein deutscher Spielfilm von Maria Schrader: In „Ich bin dein Mensch“ geht es um Alma, die für ein Projekt mit einem humanoiden Roboter zusammenleben soll: Er wurde so programmiert, dass er der perfekte Partner für sie ist. Doch macht es Sinn, sich in einen Roboter zu verlieben? Später wird „Percy“ gezeigt, es ist ein Film nach einer wahren Begebenheit, in der ein Kleinbauer gegen den Landwirtschafts-Konzern Monsanto in einen juristischen Streit zieht. Ebenfalls um einen Prozess – oder besser gesagt die Zeit vor dem Prozess – geht es in dem starbesetzten Film „Der Mauretanier“: Er erzählt die Geschichte eines Mannes, der ohne Anklage in Guantanamo saß. Und dann wäre da noch das Drama „Fabian oder Der Gang vor die Hunde“, das auf einem Roman von Erich Kästner basiert. Neben „Rosas Hochzeit“ wird es schlussendlich mit „Gaza mon amour“ eine weitere Komödie geben. Die genauen Termine werden nach und nach bekannt gegeben.