Neuss: "Das perfekte Dinner" 2018 von Vox in Grimlinghausen

Koch-Show zu Gast in Neuss : „Das perfekte Dinner“ in Grimlinghausen

Ulrike Torscheit macht bei der erfolgreichen Vox-Sendung „Das perfekte Dinner“ mit. In dieser Woche tritt eine Gruppe vom Niederrhein mit ihren Gerichten gegeneinander an. Die Entscheidung wird am Freitagabend ausgestrahlt.

Ein Cappuccino vom Steinpilz (Suppe), Rehrücken in Kräuterpfannkuchen und ein zimtig-vanilliges Tonkabohnen-Eis kamen am Mittwoch bei Ulrike Torscheit aus Grimlinghausen auf den Tisch – zumindest im Fernsehen. Denn die 59-Jährige hat bei der Vox-Sendung „Das perfekte Dinner“ mitgemacht und stand bereits im Oktober vor der Kamera. Vor einigen Jahren hat sich die gelernte Kauffrau bei der Show beworben. „Als vor ein paar Wochen der Anruf kam, dass ich dabei bin, hatte ich das Ganze schon wieder vergessen“, sagt sie und lacht.

Insgesamt fünf Kandidaten kochen an einem Abend ein Drei-Gänge-Menü für die anderen, die das Essen und das Drumherum bewerten. Diese Woche steht ganz im Sinne des Niederheins, denn die anderen Teilnehmer kommen aus Jüchen, Hehler, Wildenrath und Viersen. „Es war eine tolle Gruppe, es hat sehr großen Spaß gemacht“, so Torscheit.

Warum sie bei der Show mitgemacht hat? „Ich bekomme von Familie und Freunden immer zu hören, dass ich gut kochen kann. Ich wollte eine objektive Meinung haben.“ Was die Zuschauer nicht wissen: Es bedeutet sehr viel Arbeit, ein perfektes Dinner vorzubereiten. „Ich habe den Rehrücken extra von einem Jäger aus der Eifel abgeholt.“ Auch das Rezept musste sie auf fünf und sechs Personen abstimmen. „Einmal für die Rezeptliste der Website des perfekten Dinners, dort kann man es sich herunterladen.“ Wofür der sechste Teller war? Für die Kamera. Denn die Köstlichkeiten sollen in allen Details auch dem Publikum vor dem Fernseher präsentiert werden.

So ein Dinner ist außerdem eine kostspielige Sache. „Man bekommt einen Unkostenbeitrag vom Sender, die Hälfte habe ich aber schon für die Weine ausgegeben“, erklärt die Inhaberin der Galerie BeNEun in Neuss. Zusammen mit ihrem Mann Ulrich hat Torscheit ihr Geschäft 1997 eröffnet. Dort können Kunden Bilder rahmen und restaurieren lassen. „Interessant sind auch Objekteinrahmungen. Uns sind spezialisierte Facharbeiten mit hoher Qualität sehr wichtig“, verrät die Mutter von drei Kindern. Auch Sohn Raphael (34) wurde die Vorliebe für Kunst in die Wiege gelegt, er ist ausgebildeter Vergolder und studierter Restaurator. Ganz rund lief es beim „Perfekten Dinner“ aber nicht immer.. „Mir sind ein paar kleine Fauxpas passiert, die in die Bewertung eingeflossen sind.“ So saßen die Gäste ziemlich eng beieinander am Tisch. Das war so nicht geplant. „Ich hatte den Tisch anders gedeckt, sodass auch nicht alle Gläser den Platz wegnehmen. Dies war aber unpassend für die Kamera, deswegen musste ich alles umräumen.“

Auch mit ihrer Platzierung und den 30 von 40 Punkten ist sie nicht zufrieden. „Ich hätte mir selbst acht oder neun gegeben.“ Wie die anderen Torscheit bewertet haben, das hat sie selbst erst am Mittwochabend erfahren. Gemeinsam mit ihrer Familie wurde nämlich ihre Folge analysiert. „Ich musste natürlich auch kochen. Diesmal gab es selbstgemachte Pizza.“ Ob sie noch einmal beim perfekten Dinner teilnehmen würde? „Ich denke schon. Ich würde aber einiges anders machen. Empfehlen kann ich es Leuten, die gerne kochen, auf jeden Fall. Es hat großen Spaß gemacht und das Kamerateam war sehr nett.“ Auch die Gruppe möchte sich wiedersehen. „Wir haben ausgemacht, dass der Gewinner nochmal einladen muss.“

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