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Neuss: Das Gymnasium Marienberg im Wandel der Zeit

Gymnasium in Neuss : Das „Marienberg“ im Wandel der Zeit

Der Kunst- und Deutschlehrer Olaf Gruschka hat sich auf eine kleine Zeitreise begeben und Räume des Gymasiums aus derselben Perspektive fotografiert wie auf Archiv-Aufnahmen – um den Wandel zu verdeutlichen.

Als „spontanes Projekt“ bezeichnet es Olaf Gruschka – das allerdings einen nachhaltigen Effekt haben könnte. Denn selten wird die Entwicklung einer Schule im Laufe der Jahrzehnte so veranschaulicht wie bei seiner kleinen „Zeitreise“. Der Kunst- und Deutschlehrer am Erzbischöflichen Gymnasium Marienberg hat sich vor Kurzem staubige Finger geholt und alte Aufnahmen aus der Einrichtung an der Rheinstraße durchforstet. Doch dabei sollte es nicht bleiben. Um den Wandel – auch der technischen Entwicklung – zu verdeutlichen, orientierte sich Gruschka an den gesammelten Archiv-Aufnahmen und fotografierte die dort festgehaltenen Motive aus derselben Perspektive. „Die Vergleich-Aufnahmen sind teilweise bis zu 100 Jahre alt“, sagt der Pädagoge. Die technischen Unterschiede werden zum Beispiel beim Blick auf das heutige Sprachlabor deutlich: Wo heute an jedem Platz moderne Computer stehen, tippten die Schülerinnen früher fleißig in die Schreibmaschinen. Auch die Entwicklung der Turnhalle – früher „Turnsaal“ genannt – oder des damaligen Hauswirtschaftszimmers, das mittlerweile ein Informatikraum ist, ist bemerkenswert.

Es ist jedoch nicht das erste Foto-Projekt, das Olaf Gruschka in der Schule umsetzt. Erst vor wenigen Monaten lichtete er Kunst-Schülerinnen mit ihren individuell gestalteten Schutzmasken ab.