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Neuss: Corona-Testcenter zieht im September an den Kirmesplatz

An der Hammer Landstraße in Neuss : Neues Corona-Testcenter am Kirmesplatz

Im September zieht das Corona-Testzentrum Neuss an die Hammer Landstraße 51. Dort gibt es bessere Möglichkeiten, die Kapazitäten auszuweiten. Die neuen Räume werden jetzt hergerichtet.

Das Beispiel zeigt, wie schnell es gehen kann. Erst vor wenigen Tagen wurden die Schulen in Mecklenburg-Vorpommern wieder geöffnet – und jetzt ist wegen Corona-Infektionen für zwei vorerst schon wieder Schluss. Betroffen sind ein Gymnasium in Ludwigslust und eine Grundschule im Landkreis Rostock. Dort heißt es: Quarantäne. Hinter den Kulissen wird auch im Rhein-Kreis befürchtet, dass mit dem Schulstart am 12. August die Möglichkeit vorübergehender Schulschließungen wegen Corona-Infektionen unter Lehrern und Schülern gerechnet werden muss. Diese Sorge hatte kürzlich zum Beispiel Dirk Jansen, Vorsitzender des Stadtelternrats in Neuss, geäußert. Auch vor einer zweiten Welle wird gewarnt. Der Rhein-Kreis fährt nun die Kapazitäten in dem Corona-Testzentrum in Neuss hoch. Dafür zieht es allerdings an einen neuen Standort.

Im September bezieht das Corona-Testzentrum seine neuen Räumlichkeiten an der Hammer Landstraße 51. Im Erdgeschoss des Gebäudes können in drei Untersuchungsräumen insgesamt bis zu 40 Tests pro Stunde erfolgen. Landrat Hans-Jürgen Petrauschke weist auf die Vorteile hin: „So besteht die Möglichkeit, mit entsprechend mehr Personaleinsatz die Kapazitäten immer flexibel anzupassen.“ Der angemietete Gebäudeteil verfügt über einen separaten Eingang, auch Parkmöglichkeiten stehen zur Verfügung.

Mit Blick auf die neuen Räumlichkeiten spricht der Mediziner Gerhard Steiner, Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein im Rhein-Kreis Neuss, von „idealen Voraussetzungen“ für den Betrieb der Teststelle. „Sie sind gut erreichbar, aber trotzdem so ruhig, dass die zu testenden Personen nicht in Kontakt mit Passanten kommen“, erklärt er.

Auf diese Weise werde eine Infektionsgefahr vermieden. Das war ein wichtiges Kriterium bei der Standort-Wahl. Noch müssen die Räume aber hergerichtet werden. Von daher steht das genaue Umzugsdatum noch nicht fest. Es hängt davon ab, wie schnell die Renovierungsarbeiten vorankommen. „Ich bin der Stadt Neuss dankbar, dass sie die Räumlichkeiten im März kurzfristig eingebracht hat“, betont Petrauschke. „Mit den neuen Räumen haben wir ein festes Domizil gefunden.“ Vermieterin ist die Niederrheinisches Stahlkontor GmbH. Rund 300 Quadratmeter stehen demnächst für das Corona-Testzentrum an der Hammer Landstraße 51 zur Verfügung.

Zuletzt wurden die Kapazitäten in den Teststellen Neuss und Grevenbroich auf wöchentlich rund 840 Tests hochgefahren. Hinzu kommen mobile Test-Teams. „Die Zahl war in den vergangenen Tagen ausreichend“, erklärt Amtsarzt Michael Dörr. „Wir sind aber darauf vorbereitet, die Kapazität durch eine Ausweitung der Öffnungszeiten kurzfristig zu erhöhen, falls Bedarf besteht.“

Betrieben wird das Testzentrum durch die Kassenärztliche Vereinigung mit Unterstützung des Rhein-Kreises. Er stellt unter anderem Räume, Technik und Schutzkleidung, darüber hinaus kümmert er sich um die Terminvergabe. Niedergelassene Ärzte nehmen die Tests vor. Sie werden durch DRK, Malteser und Johanniter unterstützt.