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Neuss: CDU und Grüne wollen einen Neuss-Pass einführen

Klausurtagung von CDU und Grünen : Koalition will Neuss-Pass einführen

CDU und Grüne haben am Wochenende über den Haushalt gesprochen.

Grünpflege, Sportinvestitionsprogramm, die Einführung eines Neuss-Passes, 500.000 Euro für das Haus der Jugend – Themen, mit denen sich die Politiker von CDU und Bündnis90/Die Grünen am Wochenende bei ihrer Klausurtagung unter anderem beschäftigten.

Große Unzufriedenheit herrscht in der Koalition über die Grünpflege in Neuss. Gerade in den Sommermonaten hinterlasse die Stadt Neuss kein gepflegtes Erscheinungsbild, so die Meinung von CDU und Grünen. Schlussfolgerung: Weitere Mitarbeiter in dem Bereich seien notwendig. Allerdings hält es die Koalition für unerlässlich, dass die Stadt ein Grünflächenkataster und damit zusammenhängende Pflegestandards erarbeitet. „Die Stadt muss erst wissen, welche Flächen wann und wie gepflegt werden müssen, denn erst dann kann man sagen, wo wie viele Mitarbeiter für ein effektives Ergebnis gebraucht werden“, sagen die Fraktionsvorsitzenden Helga Koenemann (CDU) und Michael Klinkicht (Grüne). Die Stellen sollten daher erst besetzt werden, wenn ein Pflegekonzept vorliegt.

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Ein wichtiges Thema für die Koaltion ist weiterhin der Sport. Daher wird sie das von ihr eingeführte Sportinvestitionsprogramm über 500.000 Euro pro Jahr auch 2019 fortsetzen. Wichtig ist den Politikern, dass 2019 neben dem Allwetterplatz im Jahnstadion auch der Allwetterplatz in Reuschenberg gebaut wird.

Um Menschen mit einem geringen Einkommen den Zugang zu den städtischen Sport- und Kultureinrichtungen zu erleichtern, möchte die Koalition einen „Neuss-Pass“ einführen. „Wir wollen Menschen dabei unterstützen, die kommunalen Angebote wie die Schwimmbäder, die Stadtbücherei, die Volkshochschule oder die Musikschule zu nutzen. Zugleich erhoffen wir uns eine bessere Auslastung unserer Angebote“, sagen Koenemann und Klinkicht. „Neuss bietet bereits jetzt schon viele Preisnachlässe. Diese wollen wir unter dem Dach des Neuss-Passes zusammenführen, übersichtlicher gestalten und vervollständigen.“

Weiterhin beschloss die Koalition, den vom Haus der Jugend beantragten Zuschuss für die Sanierung der Immobilie in Höhe von 500.000 Euro zu gewähren. Und Jugendliche bis 21 Jahre sollen weder Eintritt fürs Clemens-Sels-Museum noch für Bibliotheksausweise zahlen müssen. Außerdem möchten die Unions- und Grünenvertreter ein aktuelles Schulwegsicherungskonzept aufstellen, die Investition in die Radwege erhöhen und sowohl vor den Schulen als auch in der Innenstadt in neue Radständer investieren.

(goe)