Sicherheit in Neuss „2plus1“-Regel für den kommunalen Servicedienst

Neuss · Es bleibt bei der „2plus1-Regel“: Im nächsten Jahr wird der Kommunale Service- und Ordnungsdienst (KSOD) um zwei Mitarbeiter für den Außendienst vergrößert, während eine dritte Kraft neu eingestellt wird, die im so genannten Backoffice den Schreibkram erledigt und zum Beispiel nachhält, was aus ausgestellten Bußgeldbescheiden geworden ist.

 Der Ordnungsdienst der Stadt wird personell erweitert. Der CDU geht der Ausbau aber nicht schnell genug.

Der Ordnungsdienst der Stadt wird personell erweitert. Der CDU geht der Ausbau aber nicht schnell genug.

Foto: JA/Andreas Woitschützke

Damit ist die CDU zunächst einmal mit ihrem Versuch gescheitert, den KSOD sozusagen aus dem Stand um vier Vollzeitstellen für den Außendienst aufzustocken und den Stellenplan entsprechend zu erweitern. Die Absicht dazu haben auch andere Fraktionen, wollen die Vergrößerung des KSOD-Teams aber über zwei Jahre strecken – und zwischendurch noch einmal den tatsächlichen Bedarf analysieren. „Und dann unter Umständen nachsteuern“, formuliert Arno Jansen (SPD) die Schrittfolge.

Der Union geht das nicht schnell genug. Ihr Fraktionsvorsitzender Sven Schümann spricht von Verschleppung. „Neuss braucht jetzt mehr Sauberkeit und Sicherheit“, sagt Schümann. Seine Fraktion möchte die Innendienststelle dafür erst dann besetzen, „wenn das tatsächliche Aufkommen an Verfahren dies notwendig werden lässt.“

Für die Union kritisiert der Stadtverordnete Axel Stuck zudem, dass die neuen Außendienstmitarbeiter vorrangig im Bereich Sauberkeit eingesetzt werden und sich weniger um Aspekte der Sicherheit kümmern sollen. Gerade dort, das würde die CDU von Bürgern hören, bestünden Defizite. Eine solche Darstellung weist Bürgermeister Reiner Breuer zurück. Es gebe ein Gesamtkonzept, sagt er, demnach würden die neuen Mitarbeiter auch eingesetzt, wenn es beispielsweise um nächtliche Ruhestörung oder vergleichbare Delikte geht. Für den Antrag, den KSOD jetzt schon auszubauen, stimmten am Ende nur CDU, AfD und „Fraktion jetzt“.

(-nau)
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