Neuss: CDU-Chef Jürgen Brautmeier favorisiert Friedrich Merz

Nach Merkels Verzicht: Neusser CDU-Chef favorisiert Friedrich Merz

Jürgen Brautmeier, Neusser CDU-Chef und Autor beim „Blog der Republik“, über personelle Erneuerung – und warum er jetzt auf Friedrich Merz setzt.

Herr Brautmeier, Sie haben bereits am Abend der Hessen-Wahl um kurz nach 19 Uhr die Frage nach der Restlaufzeit der Parteichefs Angela Merkel (CDU), Horst Seehofer (CSU) und Andrea Nahles (SPD) gestellt. Mag die Kanzlerin Ihren Blog gelesen haben?

Jürgen Brautmeier (lacht) Das weiß ich nicht. Aber Angela Merkel ist ja dafür bekannt, dass sie gute Entscheidungen zum richtigen Zeitpunkt trifft. Dafür benötigt sie aber nicht den Rat eines Stadtverbandsvorsitzenden aus Neuss.

Ihre Botschaft lautet: Neue Köpfe braucht das Land. Ist der Verzicht von Angela Merkel auf eine erneute Kandidatur als CDU-Chefin erst der Anfang?

Brautmeier Ich denke, es ist klar, dass auch Horst Seehofer etwas tun muss, und es wird sich bei der CSU etwas tun. Andrea Nahles ist die Vorsitzende der SPD. Da müssen sich die Sozialdemokraten Gedanken machen.

Annegret Kramp-Karrenbauer und Jens Spahn haben bereits ihre Kandidaturen angemeldet, die Bewerbung von Friedrich Merz wird erwartet. Wer soll es machen?

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Brautmeier Ich finde, es wäre gut, wenn potenzielle Kandidaten zunächst einmal überlegen, was unserer Partei und somit unserem Land und den Menschen dient.

In Ihrem neuesten Blog haben Sie eine mögliche Bewerbung von Friedrich Merz als Befreiungsschlag bezeichnet ...

Brautmeier Der Mann hat mutige Ansätze und gilt nicht ohne Grund seit langem als Hoffnungsträger der Basis. Mir scheint, er ist weniger als andere Parteigrößen im parteipolitischen Denken gefesselt.

Merz ist Ihre erste Wahl?

Brautmeier Er muss sich niemandem beweisen. Er engagiert sich, weil er etwas bewegen möchte. So denke und handele ich auch.

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