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Neuss: Bundesstiftung verleiht Förderpreis an "Projekthelden"

Interkulturelle Projekthelden aus Neuss : Bundespreis empfiehlt Konzept zur Nachahmung

Für die Arbeit ist es nicht wesentlich, schön ist es aber doch: Der Verein „Interkulturelle Projekthelden“, unter anderem Träger des Jugendzentrums „Das InKult“ am Berghäuschensweg, kann sich eine hübsche Trophäe in die Vitrine stellen.

Denn „die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt“ ist bei ihrer Suche nach inklusiven, innovativen und beispielgebenden Konzepten zur Nachwuchsgewinnung für das Ehrenamt auf die Projekthelden aufmerksam geworden und hat ihnen einen von bundesweit 50 Förderpreisen zuerkannt. Zu dem Preis und der Urkunde, die jetzt in Meertal ankamen, kommt noch ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro.

„Es macht uns unbeschreiblich stolz, dass unser Engagement in unserer Heimat Neuss auch bundesweit anerkannt wird“, betont der Vereinsvorsitzende Umut Ali Öksüz. Zumal die Projekthelden nicht nur der erste Preisträger aus Neuss sondern auch der einzige im Rhein-Kreis sind.

Die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt hat im Juli 2020 ihre Arbeit aufgenommen. Sie entstand auf Betreiben von drei Bundesministerien als erste bundesweite Anlaufstelle zur Förderung ehrenamtlichen Engagements. Das Team der Stiftung erlebe täglich, dass viele Organisationen großartige Ideen haben und mutig neue Wege gehen, um Nachwuchs für ihre Sache zu gewinnen, sagt Vorstandsmitglied Katarina Peranic. „Der Förderpreis ist eine Anerkennung für dieses kontinuierliche Engagement“, fügt sie hinzu, wolle aber auch das enorme Innovationspotenzial sichtbar machen und motivieren.

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Das Besondere an der Arbeit der „Projekthelden“ sei die Partizipation, heißt es in der Juryentscheidung. „Die Jugendlichen packen nicht nur bei der Sprach- und Lernförderung und im Jugendzentrum „Das InKult“ mit an, sondern engagieren sich auch im Jugendvorstand.“ Bei allen Netzwerktreffen, Vorstandssitzungen oder Projektkonzeptionen sei immer mindestens ein Vertreter des Jugendvorstands auf Augenhöhe dabei. Der Preis ist aber auch eine Auszeichnung für Öksüz selbst, der gleich nach dem Abitur seinen Traum verwirklichte, einen Ort zu schaffen, der Kindern – egal welcher Herkunft oder Religion – nicht nur hilft, sondern ihnen eine Stimme gibt, sie einbezieht. Die Initiative, aus der 2016 der Verein „Interkulturelle Projekthelden“ hervorging, startete 2010 mit acht Freiwilligen. Heute zählt der Verein mehr als 40 ehrenamtliche Mitglieder.