Neuss Bürgermeister schlägt Beigeordnete Christiane Zangs zur Wahl vor

Christiane Zangs soll in Neuss verängern : Breuer schlägt Schuldezernentin zur Wiederwahl vor

Christiane Zangs, Beigeordnete für Schule, Kultur und Bildung, soll bis Juni 2023 im Amt bleiben. Das wünscht sich Bürgermeister Reiner Breuer, der dem Rat in seiner Sitzung am Freitag, 31. Januar, die 62-Jährige zur Wiederwahl vorschlägt.

Wenn auch altersbedingt nur für eine verkürzte Amtszeit.

Es wäre die zweite Wiederwahl für die seit 2004 amtierende Dezernentin. „So knapp wie vor acht Jahren wird das Ergebnis nicht ausfallen“, vermutet der SPD-Fraktionsvorsitzende Arno Jansen. Damals wurde die promovierte Kunsthistorikerin mit nur einer Stimme Mehrheit in der Verwaltungsspitze bestätigt.

Die CDU hat sich in ihrer Fraktionssitzung am Montag festgelegt, Zangs weiter das Vertrauen zu schenken. Sie habe sich um Kultur und Schule in Neuss verdient gemacht und beides gut gemanaget, urteilt die CDU-Fraktionsvorsitzende Helga Koenemann. Sie befürwortet eine Wiederwahl aber auch aus einem anderen Grund: Mit der Kommunalwahl im September werden viele neue Stadtverordnete in den Rat einziehen. Für diese sei es gut, dass sie mit Zangs eine kenntnisreiche Ansprechpartnerin im Rathaus wissen. Wenn auch nicht mehr für eine volle Amtszeit, die bei Wahlbeamten acht Jahre beträgt.

SPD, FDP und Grüne haben sich noch nicht abschließend positioniert, doch Grünen-Chef Michael Klinkicht kann keinen Grund erkennen, der gegen eine Wahl spräche. SPD und FDP äußern sich zwar kritisch, meinen aber nicht die Person sondern das Amt. Angesichts der Debatte um Personalkosten 2019 wäre es einen Gedanken wert gewesen, die Beigeordnetenstelle einzusparen, sagt Jansen. Und FDP-Boss Manfred Bodewig gibt zu: „Da juckt es einen schon in den Fingern...“

Zangs schmiedet derweil Pläne. Amtsmüde sei sie nicht, betont die Beigeordnete, die seit 1999 in städtischen Diensten steht und zunächst Leiterin des Clemens-Sels-Museums war. Zu den großen Aufgaben der nächsten Jahre zählt sie die Neuorganisation der Kulturverwaltung und die Pflege und Weiterentwicklung von Veranstaltungsreihen.