1. NRW
  2. Städte
  3. Neuss

Neuss: Bürger wegen Rollstuhlrampe in Neuss Grimmlinghausen besorgt.

Barrierefreiheit in Neuss : Sorge wegen vermeintlich unsicherer Rampe

Ein Neusser Bürger befürchtet, dass Blinde und sehbehinderte Personen Gefahr laufen, aus der Poststelle an der Bonner Straße in Grimlinghausen herauszutreten und an der Kante abzustürzen.

(ahar) Barrierefreiheit ermöglicht Bürgern, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, die Teilnahme am öffentlichen Leben. Dazu gehört auch der Weg zum Kiosk oder zur Post. In Grimlinghausen ist die Poststelle an der Bonner Straße auch über eine Rampe zu erreichen. Einen Handlauf oder Absturzschutz gibt es jedoch nicht.

„Blinde und sehbehinderte Personen laufen größte Gefahr, aus der Poststelle herauszutreten und an der Kante abzustürzen“, sagt Volkmar Ortlepp aus Neuss. Die Treppe neben der Rampe ist nicht mit einem Geländer ausgestattet. „Ältere Personen können die Treppen ohne Handläufe nicht nutzen“, ergänzt er.

Aufgrund einer Eingabe zu einem fehlenden Treppengeländer durch das Amt für Bauberatung und Bauordnung fand im Bereich Bonner Straße 92 bereits im Januar eine Ortsbesichtigung statt, teilt ein Sprecher der Stadt Neuss mit. „Die Höhe des Hochbordes wurde gemessen“, heißt es weiter. Der Hochbord liegt diesen Messungen zufolge zwischen 0,4 und 0,52 Meter höher als die darunter befindliche öffentliche Verkehrsfläche. Laut Landesbauordnung müssen Brüstungen angebracht werden, wenn die Flächen, die zu begehen sind, unmittelbar an mehr als ein Meter tiefer liegende Flächen angrenzen, sagt der Stadtsprecher. Eine Umwehrung sei nicht erforderlich und könne seitens der Bauaufsichtsbehörde auch nicht gefordert werden.

Die Bauaufsichtsbehörde der Stadt Neuss hat dem Verwalter der Wohnungs- und Teileigentumsanlage aber mitgeteilt, eine Nachrüstung der Handläufe zu fordern.

(ahar)