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Neuss: Blick in das Gewerbegebiet zwischen Grimlinghausen und Uedesheim

Gewerbegebiet zwischen Grimlinghausen und Uedesheim : Vom „Plantedörp“ zum Neusser Industriegebiet

Zwischen Grimlinghausen und Uedesheim ist eines der bedeutendsten Neusser Gewerbegebiete entstanden. Rund 10.000 Menschen haben dort ihren Arbeitsplatz.

Bis vor einem halben Jahrhundert wurde dort Salat angepflanzt, Schnittlauch geerntet und Stiefmütterchen gezogen. Heute haben im Gewerbegebiet zwischen Grimlinghausen und Uedesheim rund 10.000 Menschen ihren Arbeitsplatz. „Es handelt sich um eines der für den Wirtschaftsstandort bedeutendsten Gewerbegebiete in Neuss“, sagt Daniel Genz vom Amt für Wirtschaftsförderung der Stadt Neuss über das Areal zwischen Bonner Straße und A57, das von der A46 durchschnitten und über die Straßen Am Blankenwasser, Im Taubental sowie die Krupp- und die Jagenbergstraße erschlossen wird.

Letztgenannte Straße trägt ihren Namen aus gutem Grund. Denn die heute zur Kleinewefers-Gruppe mit Hauptsitz in Krefeld gehörende Jagenberg AG eröffnete bereits im Jahr 1971 an der Bonner Straße eine Maschinenbau-Fabrik, die seinerzeit zu den modernsten Produktionsstätten Europas gehörte. Damals war Grimlinghausen noch dörflich geprägt, Haupterwerbsquelle waren Obst-, Gemüse- und Blumenanbau, was dem inzwischen 8500 Einwohner zählenden Stadtteil den Namen „Plantedörp“ einbrachte.

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Pflanzen werden in Grimlinghausen immer noch angebaut, größtenteils auf den Feldern zwischen B9 und dem Reckberg. Direkt gegenüber ist zwischen den 1980er Jahren und heute eines der größten Neusser Gewerbe- und Industriegebiete entstanden, das mittlerweile 300 Unternehmen beherbergt. Diese kommen aus vielen verschiedenen Branchen. „Die große Branchenvielfalt, aber auch die Struktur der Unternehmen bilden das Portfolio der Neusser Unternehmerlandschaft so breit ab wie kein anderes Gewerbegebiet im Stadtgebiet,“ weiß Daniel Genz. Schließlich sind dort Großkonzerne wie Alunorf und Hydro ebenso zu finden wie mittelständische Unternehmen und Kleingewerbe. Neben reinen Produktionsbetrieben sind Dienstleistungsunternehmen (vorwiegend im „Business-to-Business“-Bereich), Großhändler und Logistiker die vorherrschenden Branchen.

Die „Grenze“ zwischen den unterschiedlichen Bereichen bildet die A46: Nördlich davon herrscht eine eher kleinteilige Struktur, südlich und damit postalisch zu Uedesheim gehörend finden sich rund um die Tucher-, Fugger- und Hansemannstraße die Produktionsbetriebe und Logistikzentren, die von der Nähe zu beiden Autobahnen (A46 und A57) profitieren.

Direkt an der A57, durch die Kruppstraße vom Wassersportzentrum Sandhofsee getrennt, liegt an der Habichtstraße die einzige im Flächennutzungsplan eingetragene Erweiterungsfläche. „Hierbei handelt es sich um keine Entwicklung eines komplett neuen Gebietes, sondern um eine Arrondierung des bestehenden Gewerbegebietes“, sagt Daniel Genz, der die für Betriebe nutzbare Fläche auf zwei Hektar beziffert.