Neuss: Blamage bei Bestattungsplänen verhindert

Kommentar : Blamage verhindert

Ein schlichtes Reihengrab und ein Holzkreuz: Am Ende eines (langen) Lebens sollte wenigstens das noch an den Verstorbenen erinnern. Zuviel verlangt? Nein.

Zumindest bis jetzt war das die Überzeugung von Politik und Verwaltung in Neuss. Und man war stolz darauf, diesen Standard auch dann zu halten, wenn allein die Kommune die Beerdigungkosten trägt. Daran offenbar aus rein finanziellen Gründen rütteln zu wollen, ist schäbig und mit Blick auf den einzusparenden Betrag kaum zu rechtfertigen. Die Kirchen hätte die Stadt besser einbezogen, bevor sie mit ihrem Vorschlag in die Politik ging, arme und vereinsamt gestorbene Menschen per se einzuäschern. Aber besser spät als nie. Eine echte Blamage, zu der dieser Vorstoß leicht hätte werden können, wurde so verhindert.

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