Neuss: Bildungsaustausch mit Saint Paul soll 2019 starten

US-amerikanische Partnerstadt von Neuss : Bildungsaustausch mit Saint Paul soll 2019 starten

Der Zeitplan steht. „Die Türen sind geöffnet. Jetzt müssen alle Beteiligten nur noch durchgehen“, sagt Unternehmer David Zülow. Im nächsten Jahr sollen die ersten Auszubildenden seines Unternehmens zu einem Bildungsaustausch in die Neusser Partnerstadt Saint Paul (USA) reisen.

Die Reise soll auch eine Belohnung für gute Leistungen sein. Geplant ist, dass zwei bis drei Auszubildende für rund vier Wochen in Minnesota Kurse am Saint Paul College als Gäste besuchen und an Führungen durch Unternehmen vor Ort teilnehmen. „Wenn alles klappt, soll es im nächsten September losgehen“, betont Zülow. Perspektivisch sollen auch junge Leute vom Saint Paul College zum Bildungsaustausch nach Neuss kommen. 2020 könnte es losgehen.

Bei seinen Plänen wird David Zülow von der Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft Neuss (DAGN) unterstützt. Präsident Thomas Schommers hatte den Unternehmer kürzlich auf eine Reise nach Saint Paul begleitet, um Gespräche mit möglichen Partnern zu führen. Rasch öffneten sich Türen – einerseits wegen der guten Kontakte, die Schommers nach Saint Paul pflegt. Andererseits aber auch, weil die Gesprächspartner in den USA von der Idee der Bildungskooperation überzeugt sind. Dass die duale Ausbildung, wie sie in Deutschland praktiziert wird, in den USA einen hervorragenden Ruf genießt, kam hinzu.

Für die Auszubildenden hat das Angebot einen besonderen Reiz. Sie lernen nicht nur, über den Tellerrand zu blicken, sondern die Ausbildung wird auch attraktiver. Während Auslandsaufenthalte im akademischen Bereich nichts Außergewöhnliches sind, sieht es bei einer Ausbildung durchaus anders aus. Eine Bildungskooperation, wie sie angedacht ist, könnte die Attraktivität noch steigern – neben der Zukunftsperspektive sowie den Verdienst- und Karrieremöglichkeiten.

Jetzt wird am Feinschliff gefeilt, damit es mit dem Bildungsaustausch auch etwas gibt. In Saint Paul sollen die Auszubildenden vermutlich in Gastfamilien untergebracht werden. Auch dabei hat die DAGN ihre Hilfe zugesagt.

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