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Neuss: Bilanz nach erster Woche PCR-Pool-Tests in den Kitas

Corona in Neuss : Bilanz nach erster Woche PCR-Pool-Tests in den Kitas

Seit einer Woche finden die PCR-Pooltests in den Neusser Kindertageseinrichtungen statt. Jetzt wurde eine erste Bilanz gezogen – und geschaut, was verbessert werden muss.

Zum Ende der Einführungswoche hatte Jugenddezernent Ralf Hörsken nun alle Kita-Träger zum Erfahrungsaustausch eingeladen. Nach der ersten Woche ist danach als Resümee festzuhalten, dass über 85 Prozent der getesteten Pools negativ waren und die Einzeltestungen, bis auf wenige Ausnahmen, in der Regel nur einzelne positiv Ergebnisse in einer Gruppe ergaben. Das bedeutet, dass bis zu 90 Prozent aller Neusser Kita-Kinder keine aktuelle Infektion haben. Das teilt die Stadt mit.

In der Trägerkonferenz am Freitag mit dem Jugendamt und dem Jugenddezernenten Ralf Hörsken sprachen sich alle Akteure für eine Fortsetzung der PCR-Pool-Testung aus. Von Anfang an haben die Träger der Kitas und die Stadtverwaltung festgestellt, dass die ersten Wochen der Einführung als Testphase zu bewerten sind.

 Jugenddezernent Ralf Hörsken hatte die Träger zur Besprechung geladen.
Jugenddezernent Ralf Hörsken hatte die Träger zur Besprechung geladen. Foto: Andreas Woitschützke

In dieser Testphase waren und sind noch einige Fragen zu Abläufen und Umgang mit Testergebnissen aufgekommen, die im Zusammenspiel mit allen Akteuren zu klären sind. Grundsätzlich konnte laut Stadt festgestellt werden, dass die Abläufe mit dem Labor und die Informationsflüsse gut aufgebaut und umgesetzt waren. Eine größere Schnelligkeit der Rückmeldung der Testergebnisse ist der wichtigste Verbesserungswunsch aller Beteiligten.

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Allerdings wird die Testphase der PCR-Pools durch die aktuelle hohe Omikron-Infektionslage und die deutliche Mehrbelastung der Labore negativ beeinflusst. Das veränderte Testverfahren an den Grundschulen führte laut Stadt zu weiterer Verunsicherung nicht nur der Kita-Eltern. Die extreme Auslastung der Labore habe wesentlich zu Verzögerungen in der Bereitstellung der Einzelergebnisse geführt. Die Stadtverwaltung erhofft sich aber durch die veränderte Teststrategie an den Schulen ab nächster Woche eine deutliche Entlastung der Labore.

Damit dürfte sich die Schnelligkeit der Rückmeldungen für die Kitas verbessern. Die in der Konferenz herausgearbeiteten Fragen zu Meldeketten und Quarantäne-Zeiten beziehungsweise zur Freitestung sollen kurzfristig zwischen Stadt, Labor und Kreisgesundheitsamt geklärt werden. Anschließend erhalten Träger, Kitas und Eltern eine aktualisierte Information. 

(NGZ)