Sport in Neuss Bewegungsparcours am Jröne Meerke eröffnet

Neuss · Im Naherholungsgebiet Jröne Meerke in der Nordstadt gibt es nun einen Trimm-Dich-Pfad, an dem kostenlos mit dem eigenen Körpergewicht trainiert werden kann.

Reiner Breuer an der Übung „Hüftschwung.“

Reiner Breuer an der Übung „Hüftschwung.“

Foto: Andreas Woitschützke

Rund um das Jröne Meerke verläuft seit Donnerstag ein Parcours aus Sportgeräten. Diese sind öffentlich und kostenlos zugängig. Bürgermeister Reiner Breuer eröffnete den Trimm-Dich-Pfad im Beisein von Vertretern aus Politik und Sport sowie den umsetzenden Unternehmen. „Wir haben eine große sportliche Landschaft mit vielen Vereinen“, sagt Breuer, „aber immer wichtiger wird auch die vereinsungebundene Möglichkeit zum Sport.“ Die freie Natur biete sich dafür besonders an. „Insgesamt 85.000 Euro sind relativ kurzfristig und in der Handhabung flexibel in dieses Projekt geflossen“, so der Bürgermeister weiter. Mit breiter Rückendeckung der Politik finde sich häufig auch das nötige Kleingeld.

Die Anwesenden ließen es sich nicht nehmen, die Geräte bei einem Rundgang selbst auszuprobieren, allen voran der Bürgermeister. An sechs Stationen kann in dem Naherholungsgebiet nun trainiert werden. Neben jedem der Geräte stehen Anleitungstafeln, auf dem Übersichtsschild nahe des Spielplatzes sind die Schwierigkeitsstufen erläutert. „Der Parcour ist insgesamt für alle Altersstufen ausgelegt“, erklärt Landschaftsarchitekt Norbert Seeger, der zusammen mit den Kaarster Garten- und Landschaftsbauern der Firma Gilges für die Umsetzung des Projekts zuständig war. Bereits am ersten Tag werden die Geräte von zahlreichen Passanten ausprobiert. Eine Gruppe Jugendlicher turnt auf dem Drahtseil, Zwei Spaziergängerinnen begutachten den „Bauchtrainer“: „Ich könnte mir auf jeden Fall vorstellen, das auszuprobieren“, meint Marion Klippel. „Vor allem seit Corona macht man mehr Sport draußen, ich finde das gut.“ Agnes Kostrzewa stimmt ihr zu, merkt aber an, man wolle hoffen, dass die Geräte nicht beschädigt werden. Darüber wurde sich auch während der Planung Gedanken gemacht. „Die Geräte sind alle aus Edelstahl“, erklärt Norbert Seeger. „Wir haben großen Wert darauf gelegt, Geräte zu wählen, die in gewissem Maße vandalismussicher sind.“

Reiner Breuer betont, dass man den vereinsungebundenen Sport mit Aktionen wie dem Parcours oder „Sport im Park“ stärken wolle, damit aber nicht Fitnesstudios oder Vereine verdrängen wolle. Der Vereins- und Bezirkssport sei der Kern der Neusser Sportinfrastruktur; vielmehr entstehe nun auch für Mitglieder ein erweiterndes Angebot. Sportdezernent Matthias Welpmann sieht das ähnlich: „Es ist kostenlos, niederschwellig und insofern eine tolle Ergänzung zum ohnehin guten Sportangebot.“ Ihm sei wichtig, Angebote für alle Menschen in Neuss zu schaffen.

(mabe)
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