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Neuss: Beim 18. Blutspendemarathon beteiligten sich 317 Spender

Aktionstag in Neuss : Blutspendemarathon unter besonderen Bedingungen

Mit Maske und Mindestabstand: 317 Spender beteiligten sich an dem Aktionstag, der dieses Jahr im Zeughaus stattfand und traditionell unter Schirmherrschaft des Bürgermeisters steht.

Vor dem Zeughaus stehen maskierte Menschen Schlange. Sie alle wollen helfen – Blut spenden. Traditionell in den Sommerferien findet in Neuss der Blutspendemarathon statt. Doch die 18. Ausgabe der Aktion, die seit Beginn von Susanne Böttcher organisiert wird, erfolgt unter besonderen Umständen: in Zeiten von Corona.

Das Rathaus ist geschlossen, also muss das Zeughaus als Veranstaltungsort herhalten. Bei jedem Spender wird am Eingang Temperatur gemessen. In einer Einbahnstraße geht es von der Anmeldung über den Hb-Test und das Arztgespräch zur Blutabnahme und schließlich zur Ausgabe der Lunchtüte. Die 32 DRK-Mitarbeiter vor Ort sowie die Spender tragen Mund-Nasen-Bedeckungen und können in den großen Räumen problemlos den Mindestabstand einhalten.

Erstmals mussten die Spender Termine zur Blutspende machen – das soll Wartezeiten verringern, erklärt Susanne Böttcher, Sprecherin beim DRK-Blutspendedienst West. 317 Personen sind zur Spende erschienen; 323 hatten sich zuvor angemeldet. Damit bleibt die Aktion unter der gesetzten Zielzahl von 400.

Dennoch zeigt sich Böttcher erfreut. Aktionen wie diese seien immer wichtig – und gerade jetzt, wo es an Blutkonserven fehlt. Viele Blutspendetermine (insbesondere solche in Firmen) mussten in den vergangenen Wochen abgesagt werden. Doch das Blut wird wieder gebraucht, da die Krankenhäuser zum Normalbetrieb zurückkehren.

Umso wichtiger sind Termine wie der Blutspendemarathon, der für Susanne Böttcher auch immer ein Appell an die Öffentlichkeit ist, sich mit dem Thema zu beschäftigen. „Jeder Blutspender ist ein Lebensretter“, sagt Böttcher.