Ausstellung in Neuss So wurden Vertriebene integriert

Rhein-Kreis · Die Wanderausstellung ist im Kreishaus an der Oberstraße noch bis zum 14. Oktober zu sehen. Sie geht auf die Flucht und Vertreibung von mehr als zwölf Millionen Deutschen nach Ende des Zweiten Weltkrieges ein.

Kamen zur Eröffnung der Ausstellung ins Kreishaus: (v.l.) Christian Bommers, Nina Lennhoff, Gerhard Hosenberg, Hans-Jürgen Petrauschke (Schirmherr), Susanne Benary und Jörg Geerlings.

Kamen zur Eröffnung der Ausstellung ins Kreishaus: (v.l.) Christian Bommers, Nina Lennhoff, Gerhard Hosenberg, Hans-Jürgen Petrauschke (Schirmherr), Susanne Benary und Jörg Geerlings.

Foto: RKN

Seit Montag ist die Wanderausstellung „Angekommen – Die Integration der Vertriebenen in Deutschland“ im Kreishaus Neuss an der Oberstraße 91 zu sehen. Noch bis zum 14. Oktober wird die Präsentation im Lichthof montags bis donnerstags von 7 bis 18 Uhr sowie freitags von 7 bis 15.30 Uhr gezeigt. Sie wurde vom Vorstand des Kreisverbands im Bund der Vertriebenen (BdV) in den Rhein-Kreis geholt. Landrat Hans-Jürgen Petrauschke betonte als Schirmherr der Ausstellung, „dass wir in diesen Tagen verstärkt mahnende Zeichen gegen Krieg und Gewalt und für die Menschrechte setzen müssen.“

Er erinnerte daran, dass Europa in seiner Vielfalt unsere gemeinsame Heimat ist und sagte: „Dafür Verantwortung zu übernehmen, sollte heute mehr denn je unser gemeinsames Ziel sein. Ich wünsche der Ausstellung viele Besucherinnen und Besucher und lade insbesondere Schulklassen ins Kreishaus ein.“ Zu den zahlreichen Gästen bei der Eröffnung gehörten neben dem Landtagsabgeordneten Jörg Geerlings Meerbuschs Bürgermeister Christian Bommers und die stellvertretenden Bürgermeisterinnen Susanne Benary aus Neuss und Nina Lennhof aus Kaarst.

Gerhard Hosenberg, Kreisvorsitzender des BdV, erinnerte daran, dass sich sein Verein für Völkerverständigung einsetze und dafür sorge, dass dieser Teil der europäischen Geschichte nicht in Vergessenheit gerate. Die Ausstellung geht auf die Flucht und Vertreibung von mehr als zwölf Millionen Deutschen nach Ende des Zweiten Weltkrieges ein. Sie zeigt anhand von Bildern und Texten, dass die Integration der Flüchtlinge und Vertriebenen in dem zerstörten Nachkriegsdeutschland eine der größten Leistungen Deutschlands nach 1945 war.

Schulklassen, die die Ausstellung besuchen und darüber hinaus mit Zeitzeugen sprechen wollen, können sich per Mail an Gerhard Hosenberg vom Bund der Vertriebenen wenden.

(NGZ)
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