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Neuss: Ausstellung setzt den Kreuzweg bildlich um

St.-Paulus-Kirche in Neuss : Ausstellung setzt den Kreuzweg bildlich um

„In wahrhaftiger Liebe – …ein Weg in das Licht Gottes“ lautet der Titel der Ausstellung, die bis 21. April in Weckhoven zu sehen ist. Sie ist der Auftakt zu den Kulturwochen des Heimatvereins.

Mit einer Ausstellung, die den Kreuzweg Jesu gedanklich und bildlich umsetzt, begeht der Heimatverein Weckhoven den Auftakt zu den Kulturwochen, die 2021 pandemiebedingt ausfallen mussten. Die Titzer Malerin Barbara Herrmann, die in Hoisten aufwuchs und noch gute Kontakte in den Neusser Süden hegt, zeigt bis 21. April in der St.-Paulus-Kirche „In wahrhaftiger Liebe – …ein Weg in das Licht Gottes“ – einen 14-teiligen Bilderzyklus der bereits in den Jahren 2006 bis 2008 entstanden ist.

 Künstlerin Barbara Herrmann und Norbert Broich, Vorsitzender des Heimatvereins Weckhoven, in der Ausstellung.
Künstlerin Barbara Herrmann und Norbert Broich, Vorsitzender des Heimatvereins Weckhoven, in der Ausstellung. Foto: Andreas Woitschützke

Mit dem Kreuzweg-Thema habe sie sich „intensiv und neugierig“ befasst, so die 62-jährige Künstlerin, die ihr Studium an der Kunstakademie in Düsseldorf absolviert hat und bereits in Israel und den Niederlanden ausgestellt hat.

„Die strahlende lichte Persönlichkeit Jesus hat mich sehr fasziniert.“ Die Bilder sind sodann lichtreich angelegt, da Liebe für die Malerin gleichbedeutend mit Licht ist. „Jesus hat den Menschen vorgelebt, wie facettenreich wahrhaftige Liebe gelebt werden kann“, so Herrmann, „das hat mich inspiriert, einen farbenreichen Kreuzweg zu gestalten.“ Es dominieren die Grundfarben rot, gelb und blau „aus denen sich alle Farben des Lebens zusammensetzen“.

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Die vierzehn Arbeiten hängen an beiden Seiten des großen Kirchenraums der katholischen Kirche an der Maximilian-Kolbe-Straße und sind mit Acrylfarbe auf anthrazit-farbigem Sandpapier gemalt, „da die kleinen Glaspartikel in dem Papier, das Licht wunderbar reflektieren.“

Unter alle Bilder hat die bildende Künstlerin kurze Texte montiert, die ihre Interpretationen verdeutlichen sollen. Karin Kilb, zweite Geschäftsführerin des Heimatvereins, hat die Ausstellung maßgeblich organisiert und in „gelebter Ökumene“ einen evangelischen Chor für die musikalische Untermalung der Ausstellungseröffnung engagiert. „Die Akustik hier in der Kirche ist toll“, schwärmt die Chorleiterin aus der evangelischen Auferstehungskirche in Weckhoven, Renate Schäkel, deren Chor auch nach dem offiziellen Teil aktiv ist und die Betrachtung der Bilder durch die rund 70 Gäste der Vernissage a capella mit Gesängen aus Taizé begleitet.

Der Vorsitzende des Heimatvereins Weckhoven, Norbert Broich, freut sich, dass mit der Ausstellung, die in der Kirche „einen würdigen Rahmen“ gefunden hat, der Startschuss zu weiteren kulturellen Aktivitäten des Vereins gefallen ist: „Wir wollen alles nachholen, was für die Kulturwochen 2021 geplant war“, sagt er in seiner Begrüßung.