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Neuss: Ausstellung "Schirmparade" zeigt Schützen im Regen

Neue Ausstellung in Neuss : Von Schützen und Pfützen...

In der Ausstellung „Schirmparade“ zeigt das Rheinische Schützenmuseum Aufnahmen von Schützen im Regen. Denn trotz starker Schauer: Ins Wasser fallen musste das Volksfest wegen starken Niederschlags noch nicht.

Fotos vom Neusser Bürger-Schützenfest sind meist perfekt durchchoreografiert. Märsche in Reih und Glied, prunkvolle Blumenhörner, stolzierende Pferde und saubere, gebügelte Uniformen. Doch die Aufnahmen, die das Rheinische Schützenmuseum jetzt zeigt, sind anders. Sie zeigen das Unperfekte. Das, was passiert, wenn einer der größten natürlichen Feinde des Schützen plötzlich aus den Wolken hervorlugt: Regen! Unter dem Titel „Schirmparade“ werden Archivaufnahmen präsentiert, deren Anblick den Betrachter zum Schmunzeln bringt: Schützen, die bei der Königsparade durch Pfützen stapfen, Zuschauer, die sich einen rettenden Unterschlupf suchen, Kinder, für die die unerwartete Abkühlung eine willkommene Gelegenheit ist zum feuchtfröhlichen Spiel.

2006 suchten Besucher und Schützen Schutz unter Schirmen und in Hauseingängen. Foto: Rheinisches Schützenmuseum

„Das Schützenfest funktioniert wie eine gut geölte Maschine. Es ist interessant zu beobachten, was passiert, wenn in die Maschine in Sand gerät“, verbildlicht Museumsleiterin Britta Spies. Der letzte folgenreiche Wolkenbruch während eines Schützenfestes war im Jahr 2006: Als es am Dienstagnachmittag zu einem heftigen Schauer kam, stoppte der Zug und zum Teil öffneten Anwohner ihre Innenhöfe oder Garagen, um den Schützen Schutz zu bieten. An dieses Jahr erinnert sich auch Martin Flecken noch gut. „Damals hatten wir einen General als einmaligen Ehrengast, er war erstaunt, wie schnell die Schützen nach dem Regen wieder standen“, sagt der Schützenpräsident schmunzelnd.

Wegen der Baumaßnahmen im Schützenmuseum war die Ausstellung nur zur Eröffnung am Mittwoch offen zugänglich. Ab Donnerstag sollen die Aufnahmen aber auf der Internetseite des Rheinischen Schützenmuseums und bei Facebook zu sehen sein.