Neuss: Auf dem Barfußpfad die Natur erkunden

Rundweg lockt mit 17 Erlebnisfeldern in Neuss: Auf dem Barfußpfad die Natur erkunden

Sportwissenschaftler raten, jeden Tag 10.000 Schritte zu Fuß zurückzulegen. Der Barfußpfad lockt mit einem Spaziergang.

Barfußlaufen soll ja gesund sein. Und deshalb gibt’s an der Erft den Barfußpfad. 17 verschiedene Erlebnisfelder, die auf einem Rundkurs angelegt sind, laden die Besucher zu einer Erkundungstour ein. Sie werden von kurzen Grünflächen unterbrochen, damit sich die Füße kurz erholen können. Denn auch Erholung soll ja gesund sein.

Eines der vielen Erlebnisfelder, die die
Eines der vielen Erlebnisfelder, die die Füße auf dem Neusser Barfußpfad erkunden können, lockt mit diesem steinigen Untergrund. Foto: Woitschützke, Andreas (woi)

Mit mehr als 400 Meter Länge ist der Barfußpfad Wellness und Entspannung für die Füße – eine kostenfreie Fußreflexzonenmassage. Die unterschiedlichen Untergründe fordern die Fußsohlen, ein angenehmes Gefühl und Schmerzen sind nicht weit voneinander entfernt. Die große Wiese, um die der Barfußpfad einmal herum führt, ist bestens für ein Picknick geeignet. Zudem können Eltern ihre Kinder von einer Decke beobachten, während der Nachwuchs den Pfad erkundet, und sich einmal vom Alltagsstress erholen – wenn sie nicht selber die verschiedenen Eindrücke erleben möchten. Besonders für die kleinen Besucher ist ein Besuch ein echtes Erlebnis. Wo spürt man sonst so viele verschiedene Reize unter den Fußsohlen?

„Die Kinder wollen etwas erleben, besonders in den Ferien muss man ihnen dann mal etwas anderes bieten. Der Barfußpfad ist gut zu erreichen und in der Nähe. Und gesund für die Füße, die den ganzen Tag in Schuhen stecken, ist er auch“, sagt Gerrit Brösel, der mit seinem Sohn Raphael und einem seiner Freunde die Erlebnisfelder erkundet.

Teile des Barfußpfades sind unter anderem Befüllungen, die die Füße aus dem Garten kennen, wie zum Beispiel Sand und verschiedene Formen von Kies. Aber auch etwas abwechslungsreichere Erlebnisfelder mit Marmor, Rindenmulch, Basaltsplit und Humus setzen unter den Fußsohlen besondere Reize. Die haptische Wahrnehmung der Kinder wird durch die unterschiedlichen Reize gefördert. „Die Muscheln taten etwas weh, die blauen Steine auch, der Sand war gut“, erzählt Raphael auf die Frage, wie ihm die Erlebnisfelder gefallen haben. 2003 wurde der Barfußpfad vom Verkehrsverein geplant und realisiert, der ihn auch unterhält. Seit drei Jahren unterstützen zudem Neusser Firmen als „Paten“ sowie das Grünflächenamt die Pflege der Anlage. Auf dem Gelände ist es zudem für Hochzeitspaare möglich, Bäume zu pflanzen, die an ihren besonderen Tag erinnern.

Mit dem Navi ist der Barfußpfadunter der Adresse „Berghäuschensweg, 41460 Neuss“ zu erreichen. Über die Autobahn A57, Ausfahrt Neuss-Norf, geht’s über die L 142 in Richtung Erfttal, dann rechts auf den Berghäuschensweg und hinter der Autobahnbrücke links zur Erft.

Der Barfußpfad liegt in unmittelbarer Nähe zur Erft mit einer Einstiegsstelle für Kanuten. Der Eintritt ist kostenfrei. Parkplätze sind direkt neben dem Barfußpfad vorhanden.

Die Benutzung wird temperatur- und witterungsbedingt in den Monaten Mai bis Oktober empfohlen. Zudem ist es ratsam, ein Handtuch dabei zu haben, um die Füße anschließend reinigen zu können. Der Besuch erfolgt auf eigenes Risiko. Hunde dürfen mitgeführt werden, sie müssen allerdings an der Leine gehalten werden. Und natürlich sollten sie keine Hinterlassenschaften auf dem Barfußpfad zurücklassen.