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Neuss: Anwohner fordert ein Halteverbotsschild

Stadt Neuss sieht Notwendigkeit nicht : Anwohner will Halteverbotsschild

Wilfried Ritter ist offensichtlich jemand, der nicht so schnell aufgibt. Denn sein Kampf gegen unberechtiges Parken an der Leo-Wenke-Straße dauert nun schon viele Jahre. Geändert hat sich während dieser Zeit nichts – außer, dass der Ordner mit dem Schriftverkehr, den Ritter mit dem städtischen Amt für Verkehrsangelegenheiten führt, immer voller wird.

Dabei könnte in Ritters Augen das Ganze bald ein Ende haben, wenn denn nur die Stadt bereit wäre, ein Halteverbotsschild aufzustellen. Das, so meint der Rentner, würde sicher den ein oder anderen abschrecken, dort sein Auto abzustellen, wo es eh nicht erlaubt ist. Die Leo-Wenke-Straße im Neusser Norden ist eine Anwohnerstraße mit hübschen Einfamilienhäusern – keine Durchgangsstraße. Gefahren wird dort Schritt-Tempo, auch weil man an jeder Ecke mit Kindern rechnen muss. So weit – so gut. Zu Beginn der Straße gibt es aber eine Garage, an deren Längsseite immer wieder Autos abgestellt werden. Unerlaubt – und das aus gutem Grund, denn dann ist die „Restfahrbahnbreite“ weniger als drei Meter. Und wenn dieser Fall eintritt, ist Parken verboten. So steht es in der Straßenverkehrsordnung.

Diese Antwort bekam Wilfried Ritter bereits vor 16 Jahren vom Amt für Verkehrsangelegenheiten, alle anderen Anwohner der Leo-Wenke-Straße übigens auch. „Doch dort stehen immer wieder Autos, man kommt kaum an ihnen vorbei, wenn man rausfahren möchte“, sagt Ritter. Er hat bereits mehrfach Anzeige erstattet. Die Parker kamen wieder. Doch ein Schild, wie von Ritter gewünscht, wird es nicht geben. „Solche Stellen wie an der Leo-Wenke-Straße gibt es viele in Neuss. Wir können nicht überall noch zusätzlich Schilder aufstellen, wo die Straßenverkehrsordnung ganz eindeutig sagt, dass dort Parken verboten ist. Dann hätten wir in Neuss bald einen riesigen Schilderwald“, sagt Stadtsprecher Tobias Spange.

(goe)