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Neuss: Anlieger fordern Ende des Verkehrsversuchs Sebastianusstraße

Unterschriftensammlung in Neuss : Anlieger fordern Ende des Verkehrsversuchs

Aus den Kritikern des Verkehrsversuchs an der Sebastianusstraße scheint sich eine Bürgerinitiative zu formen. Ein Logo hat der Kreis um den Optiker Michael Ritters schon: „Verkehrsversuch Nein“ ist die Botschaft, die nun mit einer Unterschriftenaktion untermauert werden soll.

Die läuft zunächst einmal bis Mitte September. „Wir sind uns sicher, dass mit der Vollsperrung der Sebastianusstraße unsere Aktion erst richtig Fahrt aufnehmen wird“, sagt Ritters.

 Anwohner sind sicher: Mit der Sperrung der Sebastianusstraße zum 1.  August wird sich die Zahl der Gegner des Verkehrsversuches vergrößern. 
Anwohner sind sicher: Mit der Sperrung der Sebastianusstraße zum 1.  August wird sich die Zahl der Gegner des Verkehrsversuches vergrößern.  Foto: Christoph Kleinau

Zum 1. Juli war die Achse Deutsche Straße, Drususallee, Sebastianusstraße und Glockhammer als Fahrradstraße umgewidmet worden. Autos dürfen diese Straßen weiter nutzen, müssen sich im Zweifel aber dem Radverkehr – vor allem was das Tempo angeht – unterordnen. Zum 1. August wird die Sebastianusstraße für den Durchgangsverkehr gesperrt. Lieferverkehr bleibt bis 13 Uhr weiter erlaubt.

Gegen diese Regelung wehren sich Geschäftsleute und Hauseigentümer. „Durch den zunehmenden Druck der Online-Anbieter ist es besonders wichtig, dass die Innenstadt leicht erreichbar ist“, argumentiert Ritters. Durch die geplante Sperrung würden Kundengruppen entweder bewusst vergrault oder aber zu Umwegen gezwungen.

Das oft zitierte Beispiel „autofreier Markt“ lehnt Ritters als nicht stichhaltig ab. Dort habe nie Durchgangsverkehr stattgefunden, sagt er.

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Mit ihrem Namen sollen sich die Unterschreibenden dem Protest gegen den Verkehrsversuch anschließen, dessen Beendigung und eine Beteiligung der betroffenen Anlieger fordern, damit, so Ritters, intelligente und zukunftsfähige Lösungen gefunden werden.