Neuss: Am Erzbischöflichen Berufskolleg Marienhaus wird ab diesem Schuljahr der Bildungsgang „Gesundheit“ angeboten.

Erzbischöfliches Berufskolleg Marienhaus in Neuss : Das erste Gesundheitsgymnasium

Am EBK Neuss wird ab diesem Schuljahr der Bildungsgang „Gesundheit“ angeboten.

Ab diesem Schuljahr können Schüler am Erzbischöflichen Berufskolleg Marienhaus (EBK) in Neuss einen neuen Bildungsgang belegen. „AHR/Gesundheit“ führt in drei Jahren zum Abitur und soll auf ein mögliches Studium im medizinischen, pharmakologischen, gesundheitsökonomischen, psychologischen oder sportlichen Bereich vorbereiten. Das EBK Marienhaus wird damit zum ersten Gesundheitsgymansium in Neuss.

Für Schulleiterin Gerda Maria Himmels sei die Einführung des neuen Bildungsgangs eine notwendige Konsequenz aus dem bisherigen Angebot gewesen. „Wir sind eine Schule mit Schwerpunkt Sozial- und Gesundheitswesen. Wir brauchen ein Angebot, das von der Fachoberschulreife bis zum Vollabitur geht“, begründet Himmels, „andererseits sehen wir auch den enormen Mangel an Gesundheitspersonal.“

Der neue Bildungsgang soll zunächst einzügig sein, bis zu 28 Plätze sind für den ersten Jahrgang vorgesehen. Beim Personal habe man nicht aufgestockt, so Himmels. Beginnend mit der Jahrgangsstufe elf werden neben gewöhnlichen Pflichtfächern des Abiturs wie Mathematik,  Deutsch, Englisch und einer zweiten Fremdsprache die Fächer Gesundheit und Biologie als Leistungskurse belegt. Eine Besonderheit: die Fächer Biochemie und Psychologie, letzteres kann auch viertes Abiturfach sein. Außerdem besteht die Möglichkeit, innerhalb des Fachs Sport einen Übungsleiterschein C zu machen, der Schülern, die ein Sportstudium anstreben, einen kleinen Vorsprung ermöglicht. Medien/Informatik, Gesundheitsmanagement, Ethik oder Arbeit und Recht sind weitere Wahlfächer.

Alle Schüler beginnen in der Jahrgangsstufe elf, die eine Art Orientierungsphase sein soll. Langsam und schrittweise soll an das gymnasiale Arbeiten herangeführt und eine erste Orientierungshilfe durch ein vierwöchiges Praktikum in einer medizinischen, wissenschaftlichen oder öffentlichen Einrichtung gegeben werden. Ein zweites Praktikum in Jahrgangsstufe zwölf ist Pflicht. Der Vorteil des Bildungsgangs im Vergleich zum normalen Abitur stellt laut Gerda Himmels vor allem der Praxisbezug dar: „Er gibt einen guten Einblick in berufliche Handlungsfelder. Die Schüler erlangen dadurch eine Orientierungshilfe für ihr späteres Studium.“

Anmeldungen sind ganzjährig möglich. Anmeldegespräche können telefonisch unter 02131 71 88 66 vereinbart werden.

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