Investition in Neuss Alunorf investiert 22 Millionen Euro

Neuss · Alunorf hat in ein Logistik- und Chargenstellungssystem investiert, um noch mehr Kreislaufmaterial einzusetzen und deutlich ressourcenschonender zu produzieren. Zur Einweihung kam auch NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur.

 Sie waren beim offiziellen Startschuss der neuen Anlage dabei: (v.l.) Jörg Geerlings MdL, Volker Backs (Speira), Mathias Monjé (Alunorf), Ministerin Mona Neubaur, Oliver Hommel (Alunorf) und Roland Leder (Novalis).   Foto: Alunorf

Sie waren beim offiziellen Startschuss der neuen Anlage dabei: (v.l.) Jörg Geerlings MdL, Volker Backs (Speira), Mathias Monjé (Alunorf), Ministerin Mona Neubaur, Oliver Hommel (Alunorf) und Roland Leder (Novalis). Foto: Alunorf

Foto: Alunorf

Das neue Zauberwort bei Alunorf heißt „BIS“. Das „Batch Intelligence System“ , das am Montag in Betrieb genommen wurde, ist eines der wichtigsten Zukunftsprojekte für eine noch nachhaltigere Aluminiumproduktion, denn dort ist Recycling der wichtigste Hebel, um CO₂ einzusparen.

Gemeinsam mit Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie in NRW, drückten die Alunorf-Geschäftsführer, Oliver Hommel und Mathias Monjé den Startknopf der Anlage und schickten damit den ersten Kübel mit Kreislaufmaterial aus Norf auf seine Reise durch das intelligente Logistik- und Chargenstellungssystem. „Wir freuen uns sehr, unser ‚BIS‘ nach knapp zwei Jahren Bauzeit Schritt für Schritt hochzufahren. Mit der Anlage haben wir in Sachen Automatisierung und intelligenter Chargenrechnung ein ganz neues Niveau erreicht. Die Technologie ermöglicht es uns, im Jahr rund 45.000 Tonnen weniger Primäraluminium einzusetzen und so entlang der gesamten Aluminium-Wertschöpfungskette über 500.000 Tonnen CO2 einzusparen. Das macht uns stolz und ist ein klares Bekenntnis zu einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Aluminiumproduktion“, sagt der Technische Geschäftsführer Monjé.

„Eine erfolgreiche nachhaltige Transformation der Aluminiumindustrie ist ein entscheidender Schlüssel, um die Klimaschutzziele in Nordrhein-Westfalen und Deutschland zu erreichen. Innovative Ideen und neue Verfahrenstechniken der Kreislaufwirtschaft wie das ‚Batch Intelligence System‘ helfen dabei, die aktuellen Herausforderungen zu meistern und Ressourcen noch effizienter einzusetzen. Mit Projekten wie hier bei Alunorf gelingt es uns, Nordrhein-Westfalen zukunftsfest zu machen und als klimaneutralen Industriestandort im Herzen Europas aufzustellen“, sagte Mona Neubaur. Es sei ein punktgenaues Geschäft, Aluminiumschmelzen so zu zusammenzustellen, dass sich exakt die vom Kunden gewünschten Legierungen und Qualitäten ergeben. Um immer die optimale und zugleich ressourcenschonendste Mischung zu treffen, müssten Chargensteller genau wissen, welche Bestandteile wo zur Verfügung stehen“, erklärt Monje und fährt fort: Das ‚BIS‘ hilft uns dabei, die Chargen so zu kalkulieren, dass wir möglichst viel Aluminiumschrotte wieder in den Recyclingprozess einbringen können. Gleichzeitig können wir dank effizienterer Prozessabläufe und Verkürzung der Zykluszeiten die Kapazitäten in der Gießerei noch einmal spürbar steigern.“

Der Anteil an Recyclingmaterial ist der Schlüssel für eine ressourcenschonende Herstellung von Aluminium. Denn je weniger neu gewonnenes oder „Primäraluminium“ eingesetzt wird, desto weniger CO2 steckt auch in der Herstellung etwa einer Dose, Aluminiumfolie oder einer Autokarosserie. Das Recycling von Aluminium spart 95 Prozent der Energie, die zur Herstellung von Primäraluminium erforderlich wäre. „Der größte Vorteil von Aluminium: Es ist nahezu unendlich wiederverwertbar. Daher lohnt es sich absolut, in Technologien zu investieren, die den Recyclinganteil von Alu-Produkten weiter erhöhen“, sagt Mathias Monjé. „Der Bau dieser Anlage ist für uns ein starkes Signal für eine zukunftsfähige Aluminiumproduktion hier am Standort“, sagt Oliver Hommel, Kaufmännischer Geschäftsführer der Alunorf.

(NGZ)
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