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Neuss: Alunorf-Auszubildende sind als "Energie-Scouts" erfolgreich

Alunorf-Auszubildende in Neuss : Erfolgreiche „Energie-Scouts“

Auszubildende von Alunorf haben eine Fachjury beim Projekt „Energie-Scouts“ überzeugt. Dabei geht es um Ideen für mehr Ideen und Ressourceneffizienz. Die Geschäftsführung lobt und unterstützt die Nachwuchskräfte.

Am Ende wurden sie dann doch noch von den Folgen der Corona-Pandemie eingeholt. Von Dezember bis März haben sechs Auszubildende von Alunorf an Ideen gearbeitet, mit denen Energie beziehungsweise Ressourcen in ihrem Unternehmen eingespart werden können. Das Treffen mit der Fachjury, die die Vorschläge – auch Azubis von anderen Unternehmen aus dem Bereich der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein beteiligten sich an dem Projekt „Energiescouts“ – bewertete, musste dann aber präventiv in den digitalen Raum verlagert werden. Mit ihren Ideen zum „Einsparen von Schutzgas an den Bundglühöfen“ überzeugten sie die Jury bei einer Videokonferenz. Jetzt hoffen die Alunorf-Azubis, dass sie am Ende zur Bestenehrung nach Berlin fahren können. Aber auch das steht wegen Corona noch in den Sternen.

Beim Projekt „Energiescouts“ lernen Auszubildende in insgesamt drei Workshops Grundlagen zum Thema Energie- und Ressourceneffizienz, zum Umgang mit Messtechnik und erfahren Wissenswertes über Kommunikations- und Präsentationstechniken und Wirtschaftlichkeitsberechnungen. Die Workshops wurden in teilnehmenden Unternehmen angeboten und mit einer Betriebsbesichtigung abgerundet. IHK-Energiereferent Dominik Heyer erklärt: „Mit den erlernten Grundlagen haben sich die Auszubildenden in ihren Unternehmen auf die Suche nach Einsparpotenzialen gemacht.“

Das hat den Alunorf-Azubis richtig Spaß gemacht. Alexander Nuss, der eine Ausbildung zum Industriemechaniker macht, erklärt: „Wir haben mit Ingenieuren und Technikern aus ganz verschiedenen Bereichen an einem realen Thema zusammengearbeitet. Alle haben an einem Strang gezogen. Das war eine tolle Erfahrung, die wir ohne das Projekt während der Ausbildung so nicht gemacht hätten.“ Begleitet wurde das Projekt im Unternehmen von Samira Farghaly, Ausbilderin für Mechanik. Der Erfolg beflügelt die Azubis natürlich. Zumal deren Ideenreichtum und Kreativität gefördert wurden. Justin Sämmer, der ebenfalls eine Ausbildung zum Industriemechaniker bei Alunorf macht, betont: „Es hat uns überrascht, wie viel Einsparung man schon mit ganz einfachen Veränderungen erreichen kann.“

Das Unternehmen unterstützt die Azubis dabei, ihre Ideen einzubringen. Zudem handelt es sich um ein Zukunftsthema. Oliver Hommel, kaufmännischer Geschäftsführer bei Alunorf, stellt klar: „In Zeiten von Corona hat das Thema Ressourceneffizienz nicht weniger Bedeutung für uns. Wir sehen uns als Industrieunternehmen in der Pflicht, uns hier immer weiterzuentwickeln und effizienter zu werden.“ Dazu müssen Prozesse und Anlagen immer wieder auf den Prüfstand gestellt werden – mit dem Ziel herauszufinden, wo weitere Ressourcen und Energie eingespart werden können. Die „Energiescouts“ leisten dabei ihren Beitrag. „Unsere Auszubildenden haben mit ihrem Projekt zur Einsparung von Schutzgas an Bundglühöfen ein sehr motivierendes Beispiel für alle Alunorfer gegeben“, sagt Hommel.

Die Auszubildenden führen als „Energiescouts“ im Übrigen eine kleine Tradition fort. Sie sind das dritte Alunorf-Team in Folge, das die Jury bei dem jährlich ausgelobten Projekt überzeugen konnte – und Vorbild für den nächsten Jahrgang.