Angebot in Neuss Aktion „Krippche luure“ lockt viele Neugierige in die Kirchen

Neuss · Zwölf katholische Pfarrkirchen des Sendungsraums “Katholisch in Neuss“ öffneten am Wochenende die Türen und präsentierten ihre Krippen.

Dass die Protagonisten – Maria und Josef mit dem Jesuskind, Ochse und Esel, die Hirten mit den Schafen, der Engel und die drei Könige – immer die gleichen sind, liegt in der Natur der biblischen Weihnachtsgeschichte. Dass die Darstellung des Settings in der Krippe aber immer wieder unterschiedlich sein kann, bewies eindrucksvoll die Aktion „Krippche luure“, die am Sonntag zahlreiche Neusser in die zwölf katholischen Pfarrkirchen des Sendungsraums lockte. Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr, hatte das Pastoralteam die Neusser Gemeinden eingeladen, die Aktion wieder anzubieten und „was im Rheinland zweimal erfolgreich stattgefunden hat, ist ja bekanntlich Tradition“, äußerte sich Oberpfarrer Andreas Süß erfreut. An der Norfer St. Andreas Kirche standen die ersten Interessenten schon zwanzig Minuten vor Öffnung der Kirchentüren und wurden mit Kaffee und Keksen begrüßt. Mehr als 100 Besucher kamen in den zwei Stunden, die die Aktion andauerte, was manche Besucher und Organisatoren als zu kurz empfanden, um die Krippe, deren Holzfiguren regelmäßig umgekleidet werden, zu bewundern und dabei auch Wissenswertes über das Gotteshaus zu erfahren.

Küsterin Ulla Tenberken (Hoisten) und  Oberpfarrer Andreas Süß. 

Küsterin Ulla Tenberken (Hoisten) und  Oberpfarrer Andreas Süß. 

Foto: Iris Wilcke

Diese Willkommenskultur und die Öffnung der Kirchen für alle sei ein besonderes Anliegen dieses Tages, betonte Süß, ebenso wie gegenseitige Wahrnehmung, Kennenlernen der Aktiven und die Schönheit und Individualität der unterschiedlichen Kirchorte schätzen zu lernen, denn nur so könne der Sendungsraum weiter zusammenwachsen. In St. Peter in Rosellen wurde an der aufwändigen Krippenszene mit (elektrischem) Feuer und großem Kamel erstmals ein neues Hintergrundbild des Neusser Künstlers Karl-B. Loeffen gezeigt. Doch besonders entzückten dort die beiden „Streichel-Schafe“, die, anders als die sonstigen Krippenfiguren, aus flauschigem Material waren und extra nah am Rand standen – Krippe zum Anfassen.

Auch in St. Peter in Hoisten waren die heiligen drei Könige inzwischen angekommen, denn die Figuren werden nach dem liturgischen Fortgang der Geschichte nacheinander ergänzt, wie die Küsterin der Kirche, Ulla Tenberken, erklärte. Der Neusser Gästeführer Rolf D. Lüpertz begeisterte Besucher des Quirinus-Münster mit seinen Geschichten zu Krippe und Kirche. Pfarrer Süß dankte am Abend allen, die „Krippche luure 2023“ zu einem vollen Erfolg gemacht haben.

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