Neuss: Ärger um Restmüll-Leerung in Uedesheim

Ärger in Neuss: Verwirrung um Restmüll-Leerung

AWL wollte Tonne von Ehepaar wegen Zweitwohnsitz von Sohn wöchentlich leeren. Dabei ist die Tonne auch nach 14 Tagen allenfalls halb gefüllt.

Für Eva Maria Hartings und Hans August Korfmacher ist es ein Ärgernis. Ihre Restmülltonne ist nach eigenen Angaben auch nach 14 Tagen, wenn überhaupt, nur halb gefüllt. Auch die gelbe Tonne sei nie wirklich voll, da das Ehepaar Bioprodukte mit Papierverpackungen vorziehe. Das Ehepaar nutzt eine Restmülltonne mit pinkfarbenem Deckel, die verwendet werden kann, wenn das Müll-Volumen pro Haushalt 120 Liter vierzehntäglich nicht überschreitet. Doch laut Eva Maria Hartings wollte die AWL das nun ändern.

Der Hintergrund: Im Haushalt der Uedesheimer leben eigentlich zwei Personen. Sohn David studiert bereits seit Sommer 2014 in Göttingen und ist dort mit erstem Wohnsitz gemeldet. Sein zweiter Wohnsitz ist in der Tat in Uedesheim. „Er studiert und verbringt auch – bis auf jeweils zwei bis drei Wochen pro Jahr – seine Semesterferien in Göttingen an seinem ersten Wohnsitz, da er dort entsprechenden Verpflichtungen an der Universität nachgeht“, sagt die Uedesheimerin. Nun habe die AWL ihnen mitgeteilt, dass die Restmülltonne wegen der angeblich drei im Haushalt lebenden Personen wieder wöchentlich geleert werden soll.

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Wie die AWL mitteilte wird bei der Bereitstellung des Gefäßvolumens für häusliche Abfälle eine wöchentliche Abfallmenge von 40 Liter je Einwohner zu Grunde gelegt. In begründeten Ausnahmefällen könne von der Ausstattung mit Behältervolumen abgewichen werden, wenn Mitglieder des Haushaltes nachweislich länger als nur vorübergehend dem Haushalt nicht angehören. „Das haben wir auch gemacht“, sagt die Uedesheimerin, die eine Immatrikulationsbestätigung ihres Sohnes eingereicht hat. Das Ergebnis: Das Ehepaar kann auch in Zukunft die Tonne mit pinkem Deckel nutzen.

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