Neuss: 320 Frauen bei der „Women’s Night“ im Baumarkt

Bauhaus Allerheiligen : 320 Frauen bei der „Women’s Night“ im Baumarkt

Loch in die Wand gebohrt, Dübel rein, Dübel weg. Das ist bei Familie Deuß schon ein paar Mal vorgekommen. „Zu tief gebohrt“, weiß Hausherrin Sandra Deuß. Handwerklich kennt sie sich aus.

Loch in die Wand gebohrt, Dübel rein, Dübel weg. Das ist bei Familie Deuß schon ein paar Mal vorgekommen. „Zu tief gebohrt“, weiß Hausherrin Sandra Deuß. Handwerklich kennt sie sich aus. Fliesen legen, Wände streichen, Laminat verlegen, all das hat sie schon selbst erledigt. Bei der Women’s Night von Bauhaus will sie im Workshop zum Thema Dübel auch dieses Problem in den Griff kriegen. Zusammen mit Freundin Imke Beiling steht sie nun in einem Maleranzug vor einer Rigips-Wand und fachsimpelt mit anderen Frauen über das Streichen. „Da bei uns bald ein neuer Anstrich fällig ist, habe ich mich als zweiten Kursus hierfür entschieden“, erklärt sie.

Auch Imke Beiling möchte ihrem Eigenheim einen neuen Anstrich verleihen. „Und ich habe keine Lust mehr darauf zu warten.“ Also meldete auch sie sich für die Women’s Night an und hat bereits wichtige Infos gesammelt. „Wenn die Farbe nicht richtig gedeckt hat, dann machen sie nicht den Fehler und streichen nur über diese Stelle, sondern nochmal die ganze Wand“, doziert der Kursleiter. Abschnittsweise solle man vorgehe und keinesfalls bei 40 Grad streichen, lauten weitere Tipps.320 Frauen haben sich zur Women’s Night angemeldet und nehmen nun, quer durch den Baumarkt verteilt, an den verschiedenen Workshops teil. „Holzterrasse verlegen“, Farbberatung mit Eva Brenner, aus der Sendung „Zuhause im Glück“, Sanitäranlagen installieren, Boden fliesen, tapezieren, Wände streichen, Fliesen streichen und ein Maschinen-Führerschein werden angeboten. „Einige Kurse gehen den ganzen Abend, aber die meisten dauern eine Stunde und danach wird dann gewechselt“, erklärt Heinz-Dieter Konrad, Geschäftsführer der Bauhaus GmbH.

Die Kursteilnehmerinnen stammen aus allen Alters- und „Handwerksklassen“. Während die einen bisher noch nie eine Bohrmaschine in die Hand genommen haben, gibt es bei anderen kaum etwas, das sie nicht schon selbst gemacht haben.Viele hatten ihren Vater als Lehrmeister. „Wir mussten als Kinder immer helfen“, erinnert sich Eva aus Dormagen. Damals habe sie das ungern gemacht. „Aber ich habe jede Menge gelernt“. Fugen mit Silikon auszuspritzen gehörte allerdings nicht dazu, das übt sie gerade. Auch Daniela Schnock aus Hoisten und Lisa El Ouamari aus Allerheiligen haben ihren Vätern oft über die Schulter geschaut. Jetzt hoffen sie, noch ein paar kleine Profi-Tricks lernen zu können. Und daneben sei das Ganze ein netter, aber mal ganz anderer Mädelsabend, fasst Sandra Deuß zusammen.